Avtovaz feuert Bo Andersson

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Die Ära Bo Inge Andersson geht zuende. Nach gut zwei Jahren – vor dem Ende seines dreijährigen Vertrags – zieht die Avtovaz-Eigentümerin, die holländische Holding Alliance Rostec Auto BV, die Reißleine. Für den schwedischen Topmanager und für die Aktionäre Renault-Nissan und die staatliche russische Rostec war die Zeit seit Ende 2013 ein buchstäblicher Ritt über den Bodensee.

Dass seinem Arbeitgeber der Geduldsfaden gerissen war, wusste Andersson spätestens seit dem Interview des Wall Street Journals mit Rostec-Chef Sergei Tschemesow in der Vorwoche. Andersson war seinerzeit als Kandidat der russischen Eigentümerseite in das Amt gekommen – wenn auch Nicht-Russe, war er doch ihr Favorit, nicht der der ausländischen Partner. Die niederländische Alliance Rostec Auto BV hält 74,51 Prozent der Avtovaz-Aktien. Dahinter steht als Mehrheitsaktionär Renault-Nissan mit 67,13 Prozent (Renault 50,1 und Nissan 17,03 Prozent). Die restlichen 32,8 Prozent gehören der russischen Rostec.

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