Die Meinungsumfragen der russischen Staatsmedien im Westen

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[Florian Rötzer] Russische Staatsmedien perfektionieren mittlerweile das Geschäft der Meinungsbeeinflussung, das westliche, vor allem amerikanische Auslandssender schon lange betreiben

Es gibt eine neue Branche der russischen Staatsmedien. Verbunden mit den ausländischen Meinungsforschungsinstituten, zuletzt mit Populus, Forsa und Ifop, werden vom staatlichen russischen Nachrichtenportal Sputnik seit Anfang des letzten Jahres so genannte Sputnik.Polls in den westlichen Ländern durchgeführt. Die Umfragen sollen direkt meinungsbildend sein, was sich auch an der letzten Umfrage über den Syrieneinsatz zeigt.

Letztes Jahr war durch eine Umfrage ermittelt worden: „Ein Drittel der Europäer wünscht eigene Armee statt Nato“, so der Titel des Artikels. Eigentlich war es kein Drittel, sondern 28 Prozent der Befragten in Großbritannien, Deutschland und Frankreich waren der Meinung, dass „die EU ihre eigenen Streitkräfte haben sollten“, was sie faktisch auch haben. Mit 43 Prozent waren allerdings deutlich mehr der Meinung, dass die Nato die europäischen Länder schützen sollen. Das aber hätte wohl nicht den gewünschten Effekt gehabt.

Eine schon in der Fragestellung verkorkste Umfrage, die im Mai durchgeführt wurde, lautete: „Was sind Ihres Erachtens die wichtigsten Gründe für die zunehmend Popularität von rechtsradikalen Partei wie UKIP (Großbritannien), Front National (Frankreich) und Podemos (Spanien)?“ Offenbar kam man später darauf, dass Podemos kaum als rechtsradikal bezeichnet werden kann, weswegen man ein Sternchen hinzufügte und dazu schrieb: „Eine linke Partei“.

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