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[Tomasz Konicz] Türkische Regierung instrumentalisiert den Terroranschlag von Ankara, um die Eskalationsstrategie in Syrien zu forcieren.

Die türkischen Sicherheitskräfte haben sich mal wieder selbst übertroffen. Nur wenige Stunden nach dem Terroranschlag von Ankara konnten sie der Weltöffentlichkeit den Täter präsentieren und dessen Hintermänner eindeutig benennen. Der Selbstmordanschlag soll von einem Mitglied der syrisch-kurdischen Miliz YPG in Kooperation mit der türkischen PKK begangen worden sein.

Der türkische Premier Ahmet Davutoglu erklärte, dass die PKK und die YPG für den Anschlag eindeutig verantwortlich seien und der türkische Staat gegen diese Organisationen „alle notwendigen Maßnahmen unter allen Umständen“ ergreifen werde (Davutoglu: „Das Recht, alle Maßnahmen gegen das syrische Regime zu ergreifen, ist uns vorbehalten“).

Letztendlich sei aber das syrische Regime für diesen Terrorakt, dem 28 Menschen zum Opfer fielen, „direkt verantwortlich“, da es sich bei der YPG um dessen „Schachfigur“ handele. Deswegen reservierte sich Davutoglu auch im Fall Syriens das Recht vor, „alle notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen.

Schließlich ging der türkische Ministerpräsident zu weiteren Attacken gegen Russland über, dem er abermals die Unterstützung von Terroristen – dies sollen laut Ankara die kurdischen Milizen sein – vorwarf. Die Türkei werde Vergeltung für den Terroranschlag sowohl im Irak wie auch in Syrien suchen, drohte Davutoglu.

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