Erster Datenschreiber wurde ausgelesen

FlyDubai,_A6-FER,_Boeing_737-8KN_(16835873164)_Anna_Zvereva_CC-BY_SA_2.0 (Archivbild)FlyDubai,_A6-FER,_Boeing_737-8KN_(16835873164)_Anna_Zvereva_CC-BY_SA_2.0 (Archivbild)
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Die am Samstagmorgen auf dem Flughafen von Rostow in Südrussland abgestürzte Boeing 737-800 der FlyDubai ist beim erneuten Versuch, Höhe zu gewinnen, um eine erneute Warteschleife zu fliegen, ins Trudeln gekommen und im Winkel von 45 -50 Grad auf der Erde aufgeschlagen.

Das berichtet Interfax unter Verweis auf Informationen aus dem Operativstab. „Nachdem der Pilot entschieden hatte, anstatt zu landen eine erneute Warteschleife zu fliegen, begann er mit dem Anstieg, doch aus bislang noch unbekanntem Grund geriet die Maschine ins Trudeln und stürzte ab“, wird ein Mitglied der Kommission zitiert. Nach seinen Worten prüfen die Experten mehrere Versionen von Ursachen der Katastrophe, darunter Pilotenfehler unter schwierigen meteorologischen Bedingungen und technische Probleme mit dem Höhenruder.

Hingegen wird die Möglichkeit, dass das Flugzeug wegen minderwertigen Treibstoffes abstürzte, inzwischen ausgeschlossen. „An dem Treibstoff war nichts auszusetzen, er konnte nicht zu dem Unglück führen“, heißt es aus der Kommission.

Inzwischen wurde mit der Auswertung der Flugschreiber begonnen. „Der erste Flugdatenschreiber wurde geöffnet. Die Qualität der Informationen ist gut, ein zerstörtes Kabel wurde repariert, das Speichermodul wurde ausgelesen und die Informationen wurden kopiert“, teilte die Oberste Flugbehörde Russlands MAK mit. Und weiter: Die Aufzeichnung sei bis zum Aufschlag auf die Erde gelaufen. Man habe zunächst die Übereinstimmung der Aufzeichnungen mit dem Flug überprüft. Der Stimmenrekorder wies erhebliche Beschädigungen auf, deshalb arbeite man derzeit an seiner Wiederherstellung. Dies werde morgen früh abgeschlossen sein.
(Hartmut Hübner/russland.ru)

Über den Autor

Hartmut Hübner
Gelernter und sogar diplomierter Journalist. Nachdem ich im Ergebnis einer Fahrt auf einem Riesenrad von meinem ursprünglichen Wunsch, Pilot zu werden, endgültig Abschied genommen hatte, beschloss ich als, „rasender Reporter“ aus der ganzen Welt zu berichten. Als „Mittagspausen-Notenkoch“ im Schulfunk und Volontär bei der Berliner Zeitung „Junge Welt“ begann meine journalistische Karriere, die sich nach dem Studium als Verantwortlicher für eine Zeitung im sächsischen Gesundheitswesen, Pressesprecher an der Leipziger Sporthochschule DHfK und Redakteur an der Leipziger Volkszeitung fortsetzte, bis ich mir einen Kindheitstraum erfüllte und ein freies Korrespondentenbüro in Moskau übernahm. Das war 1995 – und seither lässt mich Russland nicht mehr los.