Fußball-Europaligen: Russische Vereine stolpern über deutsche

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Der dritte Spieltag der Gruppenphase in der Champions- und Europa-Liga bescherte gleich zwei russisch-deutsche Begegnungen, und beide gingen für die russische Seite schlecht aus: Wolfsburg besiegte auswärts Krasnodar mit 4:2 und Bayer Leverkusen spielte zuhause 2:0 gegen Zenit St. Petersburg. ZSKA Moskau erkämpfte sich nach Rückstand ein 2:2-Unentschieden gegen Manchester City. Dynamo Moskau konnte mit 2:1 gegen als einziger russischer Klub einen Sieg einfahren.

Obwohl das Ergebnis 4:2 mehr als deutlich aussieht, spiegelt es nicht den Spielablauf, denn Krasnodar – vor heimischer Kulisse und bei fast noch sommerlicher Witterung – war über weite Strecken die bessere Mannschaft auf dem Platz und gab bis zum Schluss nicht auf. Der Europa-Liga-Debütant aus Südrussland wurde erneut nicht belohnt für seine gute Leistung und steht mit zwei Punkten bisher am Tabellenende. Die „Wölfe“ konnten hingegen ihren ersten Sieg feiern und stehen nun hinter Everton mit einem Punkt Abstand auf Rang zwei. In der Gruppe geht es allerdings so eng zu, dass für Krasnodar noch längst nicht alles verloren ist.

Dagegen hat Dynamo Moskau mit dem dritten Sieg im dritten Gruppenspiel schon fast das Ticket für die K.O.-Runde gelöst. Die Begegnung im portugiesischen Badeort Estoril hatte über weite Strecken nichts Bemerkenswertes an sich; hervorzuheben sind Alexander Kokorins 1:0, als der Ball erst beide Pfosten touchierte und dann ins Netz rollte, sowie ein gehaltener Strafstoß von Keeper Wladimir Gabulow. Estoril konnte kurz vor Schluss den Anschlusstreffer erzielen, was die Leistung der Moskauer aber nicht schmälert. Dynamo ist im achten Spiel nacheinander auf europäischer Ebene ungeschlagen.

In der Champions League traf Zenit am Mittwoch auf die Werkself aus Leverkusen und lieferte keine sonderlich gute Vorstellung ab, die Niederlage nach zwei Toren von Giulio Donati und Kyriakos Papadopoulos in der zweiten Halbzeit war verdient. Zenit macht nach einer furiosen Anfangsphase in der heimischen Premierliga (sieben Siege in sieben Spielen) eine Schwächephase durch, denn auch bei den letzten beiden Ligaspielen reichte es nur zu Remis. Auf europäischer Bühne sieht es mit vier Punkten indes nicht schlecht aus, denn auch Monaco und Leverkusen haben nur einen beziehungsweise zwei Punkte mehr als die Petersburger zu verzeichnen.

ZSKA Moskau, in der „Todesgruppe“ mit den Bayern, Roma und Manchester City von vornherein als aussichtsloser Fall gehandelt, zeigte am Dienstag Charakter und rang Man-City nach einem 0:2 zur Pause noch ein Unentschieden ab. Da Bayern sich mit der vollen Punkteausbeute bereits jetzt um Längen vom Rest des Feldes abgesetzt hat, stehen die Chancen der „Armeekicker“, am Ende doch noch weiterzukommen, gar nicht mal so arg schlecht. Zwar steht bisher nur ein Punkt auf dem Konto, aber Manchester hat auch nur einen mehr und Roma ist mit vier Zählern ebenfalls nicht außer Sichtweite.

[sb/russland.RU]