Handball-EM: Russland verliert, Olympia ist futsch

Foto: Wikimedia commons/Rudolf Fleckinger CC BY-SA 3.0Foto: Wikimedia commons/Rudolf Fleckinger CC BY-SA 3.0
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Im letzten Hauptrundenspiel bei der Handball-Europameisterschaft in Polen haben die russischen Männer Mittwochabend mit 23:25 gegen Spanien verloren. Als Gruppenfünfter scheidet die Mannschaft aus dem Wettbewerb aus. Um doch noch die Qualifikation zu den Olympischen Spielen zu erreichen, müsste Außenseiter Norwegen Europameister werden – was mehr als unwahrscheinlich ist.

Der russische Cheftrainer Dmitri Torgowanow sagte nach dem Spiel gegenüber „R-Sport“, er könne seinen Schützlingen hinsichtlich ihres Einsatzes bei der WM keine Vorwürfe machen: „Ich muss sagen, dass wir bei der Europameisterschaft eine Mannschaft waren. Die Jungs haben alles gegeben, ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Schade, dass wir es nicht in die Qualifikation für Olympia geschafft haben. Aber wir brauchen uns nicht für das Spiel zu schämen, das wir gezeigt haben.

Ich denke, wir haben gezeigt, dass der Handball in Russland lebt. (…) Vielleicht hat uns irgendwo das Glück gefehlt. Vier Leute haben heute mit Fieber gespielt. Vielleicht haben wir in der zweiten Halbzeit die Konzentration verloren. Wir haben mehrmals den Ball verloren und dem Gegner damit Gegenangriffe ermöglicht. Da hat sich die Müdigkeit gezeigt, die sich im Laufe des Turniers angesammelt hat.“

Im Halbfinale spielen am 29. Januar Spanien gegen Kroatien und Norwegen gegen Deutschland. Die Riesenüberraschung der EM ist Norwegen – im Vorfeld als krasser Außenseiter gehandelt, ziehen die Skandinavier vom ersten Gruppenplatz aus in das Halbfinale ein. Dort wartet allerdings die harte Nuss Deutschland. Sollten die Norweger entgegen aller Erwartungen das Turnier gewinnen, könnte Russland doch noch durch die Hintertür in die Olympia-Qualifikation schlüpfen – aber das ist reine Theorie.

[sb/russland.RU]