Kumpels blockieren in Lviv die Straße nach Polen

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Ab Dienstagmorgen blockierten etwa 250 Kumpels der staatlichen Zeche „Stepanaja“ die Schnellstraße, die zum Grenzübergang nach Polen führt. Sie „begingen“ – im Gegensatz zu „besetzten“ – ununterbrochen einen Zebrastreifen, wodurch der Verkehr gestoppt wurde und die Polizei die Autofahrer zurückschicken mussten.

„Die Aktion ist unbegrenzt. Sie kann den ganzen Tag dauern“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Bergwerke „Mezhirichanskaya“ Andrew Ostern am Morgen.

Die Kumpels haben zuletzt im November 50 % ihres Lohns erhalten. Im Dezember gab es überhaupt kein Geld, sodass die Bergleute klagten, sie hätten zu Weihnachten „kein Brot für die Familie“ gehabt. Die ausstehenden Löhne betragen bis jetzt fast 3 Mio $.

Dies war nicht die erste derartige Aktion: Schon am 2. Januar hielten sie eine „open-end“-Versammlung ab und am 11. Januar blockierten sie eine Straße nach Krasnograd und sie drohten den Grenzübergang nach Polen vollständig lahm zu legen.

Am Abend teilten Behörden aus Lviv und die Polizei mit, dass Verhandlungen mit den Streikenden begonnen hätten.

Gleichzeitig verkündete am Montag der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko in Ternopil, das die Ukraine in diesem Jahr verstärkt moderne Waffen und militärisches Gerät kaufen werde.
Er verkündete auch, dass die Ukraine in diesem Jahr kein russisches Gas in Russland, sondern russisches Gas in der EU kaufen werde, da es in der EU billiger sei.

Der Pressedienst des ukrainischen staatlichen Notfalldienstes meldete am Montag, dass nach einem Leck in einer der unterirdischen Gasleitungen 14 Dörfer im Gebiet Lviv ohne Gas waren.
(Hanns-Martin Wietek/russland.ru)