Lugansk: 16 Tote und 66 Verletzte durch Artilleriefeuer [mit Videos]

Ausfall der Gasversorgung - Amateur- und Agenturfilme zeigen schockierende Aufnahmen

Bildschirmfoto 2014-07-19 um 21.05.02
image_pdfimage_print

Bei einer Artillerieattacke der Ukrainischen Nationalgarde auf Lugansk sind gestern 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter zahlreiche Zivilisten, da zahlreiche Granaten in einem Wohngebiet einschlugen.

66 Menschen wurden verletzt. Das berichten unabhängig voneinander mehrere Onlinezeitungen, darunter Tajmer aus Odessa, die auch Videos von vor Ort aus drei verschiedenen Quellen bei der Meldung zeigt und die Onlinezeitung Nahnews aus Charkow. Die Videos folgen nach diesen Informationen mit entsprechenden Erläuterungen. Tajmer meldet, dass das örtliche Elektrititätswerk getroffen wurde und die Gasversorgung der Stadt zusammen brach. Das Bombardement spricht gegen die Annahme einiger Militärexperten, der Abschuss einer malaysischen Zivilmaschine könnte eine Mäßigung der Kämpfe zur Folge haben, da man sich keine Blöße zeigen will. Das ist nicht so, zumindest von Seiten der Mitglieder der Nationalgarde, die als der radikalere und nationalistische Teil der örtlichen Regierungstruppen gilt – im Gegensatz zur eigentlichen Armee, in der auch viele unfreiwillige Rekruten dienen. Die von den ukrainischen Regierungstruppen gemeldete Einnahme mehrerer Stadtteile am heutigen Tag nach dem Beschuss wurde umgehend von dortigen Bewohnern dementiert, schreibt Nahnews.

Hier ein Video aus Lugansk der abchasischen Nachrichtenagentur Anna News. Achtung! Das Video zeigt schwer verletzte Menschen, wurde von uns nicht bearbeitet und könnte empfindlichen Naturen nicht bekommen! Es hat vor Ort auch die Kennung 18+ und könnte „unangemeldet“ bei YouTube gesperrt sein, für volljährige, angemeldete User ist es aber zugänglich. Wir haben es direkt vom Herkunftskanal eingebettet, der den Separatisten nahe steht:

https://www.youtube.com/watch?v=4t9LQDy7w2c

Als zweites ein Video eines örtlichen Amateurfilmers aus Lugansk, hier eingebettet von einem Kanal, den eine VKontakte-Gruppe betreibt, die Aufnahmen aus Lugansk zur Dokumentation sammelt. Es entstand umittelbar nach dem Beschuss. Brände sind zu sehen, ein Live-Kommentar des Filmers zu hören. VKontakte ist das russische Gegenstück zu Facebook und wird auch in der Ostukraine intensiv genutzt:

Als drittes ein Video von einem eher unbekannten russischen Kanal namens „News online“. Es dürfte ursprünglich jedoch von RT Ruptly stammen, einer Tochter des russischen Staatsmediums „Russia Today“, vor allem bekannt durch sein englischsprachiges Programm. Wer also nichts schauen will, was „vom Kreml finanziert“ ist, sollte dieses Video weg lassen, den RT Ruptly ist es und macht sein Geld mit dem Weiterverkauf von Videomaterial an andere Sender:

https://www.youtube.com/watch?v=2Nezu1bdNtg#t=31