Ölpreis purzelt mit beendeten Iran-Sanktionen

Pumpen auf dem kalifornischen Lost-Hills-Ölfeld. Bild Arne Hückelheim CC-BY-SA-3.0Pumpen auf dem kalifornischen Lost-Hills-Ölfeld. Bild Arne Hückelheim CC-BY-SA-3.0
image_pdfimage_print

[Ralf Streck] Der weiter fallende Ölpreis hat fatale Auswirkungen auf viele Länder, Theorien über den Absturz seit 2014 gibt es zu Hauf.

Öl ist extrem billig und wird vermutlich sogar noch billiger werden, wenn nun der Iran massiv auf den Ölmarkt zurückdrängt, nachdem die internationalen Sanktionen wie erwartet aufgehoben wurden. Das geschah ein halbes Jahr nach der Unterzeichnung des Atomabkommen, das den Weg dafür freigemacht hatte (Iran-Atomprogramm: Einigung mit Bruchstellen). Nun kann der Iran wieder so viel Öl verkaufen, wie er will oder kann. Deshalb hatten Experten längst erwartet, dass die Ölpreise weiter deutlich einbrechen werden. Und das hat ganz enorme Auswirkungen auf Länder, deren Wirtschaft vom Ölpreis abhängt.

Schon in Erwartung darauf, dass die Sanktionen, trotz diverser Scharmützel mit den USA, fallen würden, war der Preis für ein Fass Rohöl der US-amerikanischen Sorte WTI (West Texas Intermediate) weiter deutlich gefallen. Erstmals seit 2004 rutschte er unter die Marke von 30 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent schloss am vergangenen Freitag sogar unter dieser Marke. Immer mehr Experten erwarten, dass ein Barrel Öl bald sogar nur noch 20 Dollar kosten könnte.

Seitdem der Ölpreis im Juni 2014 ins Rutschen kam, hat er sich fast auf ein Drittel des damaligen Preises reduziert. Man kann deshalb von einer historischen Dimension sprechen.

weiter bei telepolis >>>>>>>>>>>>