Ost-Ausschuss und AHK beschwören Geschlossenheit

Foto: C. Himmighoffen, Ost-Ausschuss via DRWNFoto: C. Himmighoffen, Ost-Ausschuss via DRWN
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Wolfgang Büchele, seit Jahresbeginn Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, und Rainer Seele, Präsident der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, beschworen am Freitag in Berlin Geschlossenheit. Anlass war die gemeinsame Präsentation der Geschäftsklima-Umfrage Russland 2016 und die vierte Deutsch-Russische Mittelstandskonferenz am selben Tag.

Es ist die 13. Umfrage ihrer Art und die mit den ernüchterndsten Ergebnissen. 152 Unternehmen haben teilgenommen – das sind nicht viele der weit über 6.000 im Land vertretenen deutschen Firmen. Doch der erste Blick täuscht; der Teilnehmerkreis vereint die Umsatz- und Beschäftigungsstärksten und repräsentiert den ganz überwiegenden Teil des deutschen Exportvolumens nach Russland und der deutschen Direktinvestitionen in Russland.

25 Prozent Einbruch bei Russlandexporten

Kaufmännisch sehen die Ergebnisse des Vorjahrs in der Tat verheerend aus. Um über 23 Prozent ist der deutsch-russische bilaterale Handel 2015 eingebrochen, die deutschen Ausfuhren sogar um über 25 Prozent. Von über 38 Milliarden Euro Exportvolumen nach Russland im Rekordjahr 2012 waren 2015 gerade noch 21,8 Milliarden übrig. Ein solches Resultat zieht die Ost-Ausschuss-Zahlen insgesamt in die Tiefe. 2015 sanken die Ausfuhren in den dort betreuten Länderkreis in Summe um fast 12 Prozent. Zweistellige Zuwachsraten bei den Ausfuhren nach Rumänien, Kroatien und Serbien konnten das Russland-Minus nicht mehr kompensieren.

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