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27-11-2003 Personalie
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Konanychin will Protest gegen Aberkennung des Asylantenstatus einlegen |
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( NEW YORK ) Der frühere russische Bankier Alexander Konanychin, dem vergangene Woche in den USA der Status des polytischen Asylanten aberkannt wurde, will beim Bezirksgericht einen Protest gegen diese Entscheidung einlegen.
Konanychin soll das Land innerhalb von 30 Tagen freiwillig verlassen.
Widrigenfalls droht ihm eine Auslieferung an Russland, wo er 1994 beschuldigt wurde, acht Millionen Dollar aus der von ihm gegründeten Allrussischen Börsenbank (WBB) gestohlen zu haben.
„Ich habe nicht vor zu resignieren", erklärte Konanychin in einem RIA-„Nowosti"-Interview. „Das Justizministerium hatte erstmals vor siebeneinhalb Jahren, im Juni 1996, einen ähnlichen Beschluss über meine Auslieferung gefasst. Ich hoffe, die zweite Runde wird kürzer sein." Konanychin, der jetzt die Internet-Gesellschaft KMGI mit dem Sitz in New York leitet, hat zu verstehen gegeben, er habe nicht vor, in die Heimat zurückzukehren. „Viele in der Welt und unter anderem auch in den USA stellen das Problem von Verfolgungen aus politischen Motiven in Russland fest." Alexander Konanychin hatte sich 1992 in den USA niedergelassen. Damals wollte er nach eigenen Worten von Verfolgungen früherer Mitarbeiter der sowjetischen Geheimdienste flüchten, die in der WBB tätig waren. 1996 wurde er wegen Verletzung der Visumsvorschriften in Washington verhaftet. Anschließend verbrachte er 13 Monate im Gefängnis. Im Februar 1999, nachdem er die amerikanischen Behörden davon überzeugen konnte, dass er in Russland politischen Verfolgungen ausgesetzt werde, erhielt Konanychin den Status des politischen Flüchtlings in den Vereinigten Staaten.
Bei der Untersuchung einer spurlosen Verfolgung von Depositen der auf dem Territorium von Antigua und Barbuda registrierten Europäischen Vereinigten Bank stellte das UNO-Büro für Kontrolle über Rauschgifttransfer und Kriminalitätsbekämpfung fest, dass dieses Geldinstitut „offensichtlich von zwei Bürgern Russlands, Alexander Konanychin und Michail Chodorkowski gegründet worden war".
Konanychin schloss nicht aus, dass der Beschluss der amerikanischen Behörden über seine Auslieferung, mit dem Fall Chodorkowski verbunden sei. „Wahrscheinlich ist aber auch ein reiner Zufall, schließlich war ich von 1993 bis 1995 gar nicht so lang Chodorkowskis Vizepräsident für internationale Entwicklung", erklärte er.)RIA)
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