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02-08-2004 Sankt Petersburg
Internationale Konferenz "Großer Wolga-Wasserweg" in Petersburg
Am Mittwoch, dem 4. August, beginnt in Petersburg die vierte Etappe der Internationalen Konferenz "Der Große Wolga-Wasserweg ". Das teilte der Pressedienst der Stadtverwaltung mit.

Insgesamt werden zur Konferenz über 200 Teilnehmer aus sieben Ländern der Welt eintreffen: Vertreter von Regierungen, Bürgermeister von Städten, Historiker, Kulturologen, Wirtschaftswissenschaftler und Ökologen.

Wie erwartet wird, referieren Mintimer Schajmijew, Präsident von Tatarstan, und Ekmeleddin Ichsanoglu, Generaldirektor des Internationalen Forschungszentrums für Geschichte, Kultur und Kunst des Islams. Geplant ist ferner die Teilnahme des stellvertretenden Außenministers Russlands Juri Fedotow an der Konferenz.

In ihrem Rahmen werden Rundtischgespräche zu den Themen stattfinden: "Der Große Wolga-Wasserweg und die Entwicklungsperspektiven des zivilisierten Tourismus" sowie "Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Regionen als Basis der wirtschaftlichen Stabilität der Städte und Regionen am Großen Wolga-Wasserweg".

Auf der Konferenz wird wahrscheinlich ein Abkommen der Städte des Großen Wolga-Wasserweges unterzeichnet werden.

Außerdem soll die Ausstellung "1000 Jahre Kasan" eröffnet werden; auf einer Sitzung werden die Konferenzteilnehmer Fragen der Arbeitsorganisation des Redaktionsrates und des Redaktionskollegiums erörtern, damit die kollektive Monographie "Welikij Wolschki put" (Der Großer Wolga-Wasserweg) herausgegeben werden kann.

Am 5. August werden die Konferenzteilnehmer an Bord eines Schiffes über den Wolga-Ostsee-Kanal nach Kasan reisen. Unterwegs sind Besuche in Jaroslawl, Kostroma und Nischni Nowgorod vorgesehen, in all diesen Städten werden Veranstaltungen des Projektes "Der Große Wolga-Wasserweg" stattfinden.

Das internationale Projekt "Der Große Wolga-Wasserweg" ist eine weitere zentrale Maßnahme des staatlichen Programms Russlands für die Vorbereitung auf die Feierlichkeiten anlässlich des 1000. Jahrestages der Gründung von Kasan (Hauptstadt der Wolgarepublik Tatarstan). Die Organisatoren der Festveranstaltungen sind das Außenministerium, die UNESCO-Kommission der Russischen Föderation, das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung, die Russische Akademie der Wissenschaften, das Kultur- und Massemedienministerium sowie die Regierungen der Länder und die Verwaltungen der Städte, die am Großen Wolga-Wasserweg gelegen sind.

Die Idee, diese internationale Konferenz durchzuführen, entstand 2000. Ihr Ziel ist es, die Rolle des Großen Wolga-Wasserweges als Brücke zwischen den Kulturen wieder zu beleben, was zur weiteren Entwicklung der wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Städten, zur Festigung ihrer Kulturkontakte und Wirtschaftsbeziehungen, zur Schaffung gemeinsamer Forschungs-, Bildungs- und Kulturprogramme sowie zur Lösung der Umweltprobleme beitragen kann.

Das Projekt ist für fünf Jahre bestimmt und wird 2005 in Kasan, in den Tagen der Festlichkeiten zum 1000. Gründungsjahr der Stadt, zum Abschluss kommen. Im Jahre 2005 werden Vertreter der Städte am Großen Wolga-Wasserweg in der Hauptstadt Tatarstans zum Gründungskongress des Verbandes der Städte des Großen Wolga-Wasserweges zusammenkommen.

Über den Kaspisee führte der Wolga-Wasserweg in die arabischen Länder Mittel- und Vorderasiens und über den Unterlauf des Don in das Schwarze Meer und nach Byzanz. Seit Alters her war er ein Weg von Frieden und Eintracht, auf dem Seefahrer, Reisende und Händler jahrhundertelang einen Dialog verschiedener Kulturen und Zivilisationen führten.

Dieser Schifffahrtsweg auf der Wolga ist nicht nur eine Hauptverkehrsader, die den Norden mit dem Süden Osteuropas verbindet, sondern auch ins komplizierte System der transeuropäischen Handelsbeziehungen eingebaut. Er umfasst heute über 90 Städte von 35 Ländern der Welt. (RIA)