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13-05-2005 Sankt Petersburg
Jekaterina Sementschuk: Meine Carmen ist immer eine andere
Jekaterina Sementschuk, die Sängerin mit einem einzigartigen Contralto und Solistin des Mariinski-Theaters (Sankt Petersburg), wurde besonders bekannt, als sie im April bei der zeremoniellen Trauung von Prinz Charles und Camilla Parker Bouls in der St. George-Kapelle von Windsor sang.

Die russische Sängerin bot das orthodoxe "Credo" zur Musik des russischen Komponisten Alexander Gretschaninow dar. In einem Interview für die Tageszeitung "Rossijskaja gaseta" berichtete sie über ihren Weg in der Kunst und ihre schöpferischen Pläne.

Ihren ersten Erfolg erlebte Jekaterina Sementschuk 1999, als sie bei einem Wettbewerb junger Opernsänger den Preis "Nadeshda" (Hoffnung) erhielt. 2000 wurde ihr der erste Preis beim Internationalen Wettbewerb junger Opernsänger zuerkannt und 2001 schließlich ging sie aus dem weltweiten Sängerwettbewerb in Cardiff, der Hauptstadt von Wells, als Siegerin hervor.

Gegenwärtig singt sie den Hauptpart in der neuen Version von Bizets "Carmen" auf der Bühne des Mariinski-Theaters. Die Premiere der Inszenierung fand am 30. April statt.

Aber ihre erste "Carmen" sang sie vor drei Jahren in den USA, außerdem im laufenden Jahr in Warschau, Tokio, Söul und Dallas. Demnächst will Jekaterina Sementschuk eine ihrer Lieblingspartien in der Oper von Cagliari auf Sardinien singen.

Wie die Sängerin sagt, sei ihre Carmen immer eine andere. Die Sängerin experimentiert gern mit der Gestalt, sie möchte etwas Neues darin entdecken. Deshalb mag sie es, wenn der Regisseur bei Proben improvisiert.

Jekaterina erzählte, dass sie ihre Musikliebe der Familie verdanke, wo die Opernmusik und Jazz gleichermaßen kultiviert wurden. Oft wurde sie in Konzerte der klassischen Musik und in die Oper mitgenommen. Zu Hause gab es eine umfangreiche Phonothek. Jekaterinas Großvater war Musikmentor. Hauptsächlich unter seinem Einfluss beendete sie die Musikschule (Akkordeonklasse) und lernte erst später Klavier und Gitarre spielen.

Jekanterina mag Jazz, aber am meisten fühlt sie sich von den Liedern ihrer Heimat Weißrussland angesprochen. (RIA)