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16-06-2005 Sankt Petersburg
Borland etablierte sich in Sankt Petersburg
Die amerikanische Software-Gesellschaft Borland und die Sankt Petersburger Universität für Informationstechnologien, Mechanik und Optik haben ein wissenschaftliches Forschungslaboratorium im Bereich des Programmierens gegründet.

Wie die Tageszeitung Rossijskaja gaseta meldet, wurden dem Laboratorium für das erste Jahr Fördermittel in Höhe von 100 000 US-Dollar bewilligt. Außerdem wird eine Akademie für Programmieren gegründet, an der sich jährlich 25 talentierte Studenten der Hochschulen von Sankt Petersburg weiterbilden können.

„Aus meiner Sicht hat Westeuropa die Chance, einen sichtbaren Platz in der Weltcomputerindustrie einzunehmen, noch am Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts versäumt, als es das enorme Potential der Wissenschaftler und Entwicklungsingenieure aus Russland und den Ländern der Ex-UdSSR nicht genutzt hat", erklärte Prof. Dr. Wladimir Parfjonow, Dekan der Fakultät für Informationstechnologien und Programmieren der Universität. „Es ist logisch, dass erfolgreiche amerikanische Korporationen ihr Augenmerk auf Russland gerichtet haben, denn unsere Fachleute für Entwicklung komplizierter Technologien sind unübertroffen."

Es ist kein Zufall, dass amerikanische Partner auf begabte russische Programmierer setzen. Unter den Bedingungen der harten globalen Konkurrenz diktiert die Entwicklungsstrategie der Computerindustrie die Wahl der perspektivischen Verbündeten. In Sankt Petersburg entsteht ein einmaliger Cluster mit Lehr-, Forschungs- und Industriestrukturen, schreibt die Zeitung zum Schluss. (RIA)