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30-11-2005 Sankt Petersburg
Zwölf Milliarden Euro Schattengeld in Sankt Petersburg aufgespürt
Umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro "Schattengeld" und 400 Briefkastenfirmen hat die russische Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring in Sankt Petersburg aufgespürt.

Dies teilte der Leiter der Behörde, Viktor Subkow, am Mittwoch in einer erweiterten Sitzung in den Räumen des föderalen Steueramtes mit. An der Sitzung nahm unter anderem auch der russische Regierungschef Michail Fradkow teil.

Subkow forderte das Finanzministerium und die Zentralbank auf, ein Programm zu erarbeiten, um den Bargeldumlauf in der russischen Wirtschaft zu reduzieren. "Gegenwärtig entfallen 40 Prozent des gesamten Geldumlaufs in Russland auf Bargeld. Das ist gewaltig", argumentierte er.

Auch sprach er sich für eine Vervollkommnung der Gesetze zur Bekämpfung der Scheinfirmen aus. "In vielen ausländischen Staaten dürfen die Finanzkontrollbehörden für 45 Tage die Konten von Firmen sperren, bei denen ein Verdacht auf Geldwäsche besteht", sagte Subkow.

Eine solche Gesetzesnorm sei auch in Russland notwendig. "In 90 Prozent der Fälle meldet sich der Besitzer des gesperrten Geldes nicht", sagte Subkow überzeugt. In diesem Fall dürfte das Geld in die Staatskasse fließen. (RIA)