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18-09-2004 Sankt Petersburg
Sankt Petersburg kam auf Platz zehn in der Liste der teuersten Städten der Welt
Die internationale Gesellschaft Mercer Human Resource Consulting, die sich mit Reiseindustrie-Studien befasst, hat diese Woche die Ergebnisse ihrer jüngsten Umfrage veröffentlicht, schreibt die „Nowyje iswestija" am Freitag.

Die Stadt Sankt Petersburg, die bei den Dienstleistungskosten für Ausländer längst sogar New York überholt hatte, landete auf Platz zehn in der Liste der teuersten Städte der Welt.

Auf Platz eins liegt weiterhin Tokio, gefolgt von London und Moskau. Untersucht wurden 144 Städte. Die Aufenthaltskosten wurden in 200 Positionen gemessen: von den Preisen für Essen und Kleidung bis zu Unterhaltung und Verkehrstarifen.

Eine Eigentumswohnung auf der Wassiljewski-Insel im Petersburger Stadtkern konnte man erst vor anderthalb Jahren für 500 bis 600 Dollar für ein Quadratmeter kaufen. Heute kostet ein Quadratmeter in einer Neubauwohnung auf der Insel 1000 bis 1500, und zwar nicht Dollar, sondern Euro. Laut Schätzungen von Immobilienhändlern steigen die Wohnungspreise in Petersburg jetzt bereits schneller als in Moskau. Auch die Benzinpreise sind in Petersburg höher als in der Hauptstadt. In Petersburg gibt es äußerst wenig Hotels mittlerer Klasse, die Dienstleistungen europäischen Standards für relativ kleines Geld bieten könnten. Zugleich hoben die Hotels der Business- und der Luxus-Klasse bereits ihre Preise an. „Deshalb haben wir bereits den amerikanischen Markt und zum Teil den französischen Markt verloren, jetzt können wir auch den spanischen Markt verlieren", sagt Valeri Fridman, Leiter einer großen Firma, die Ausländer in Petersburg empfängt.

Der minimale Lebensmittelkorb eines Petersburgers kostete im August 1282,56 Rubel (ein Dollar = 29,22 Rubel). In Moskau liegt dieser Preis bei 1440,84 Rubel, allerdings nur deshalb, weil es in der Hauptstadt teuere Supermarket-Netze gibt, in denen die Preise höher sind als beispielsweise im teuren London.

Allerdings kann das heutige Petersburg eine große Zahl von Restaurants, Imbiss-Stuben und Cafes anbieten, in denen die Preise vor dem Hintergrund einer allgemeinen Teuerung angenehm erfreuen. Ein Abendessen für zwei Personen mit teuren Fischgerichten und gutem Wein in einem Restaurant, das der Extra-Klasse nahe stehen würde, kostet höchstens 60 Dollar. (RIA)