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02-02-2006 Sankt Petersburg
Berühmtes Schuwalow-Palais in St. Petersburg wird Privatmuseum
Der russische Milliardär Viktor Vekselberg will das berühmte Schuwalow-Palais in St. Petersburg zu einem Privatmuseum für russische Kulturschätze machen. Die neun-Fabergé-Eier, die Vekselberg den Erben des Zeitungsverlegers Malcolm S. Forbes abkaufte, würden ein Kernstück der 200 Kulturschätze umfassenden Sammlung, sagte der Leiter von Vekselbergs Stiftung, Wladimir Woronschenko, am Mittwoch in St. Petersburg.

In einem Vertrag zwischen der Stadtverwaltung der ehemaligen Zarenstadt und der Stiftung des drittreichsten Manns von Russland ist festgelegt, dass Vekselberg das Palais für 49 Jahre mietet und dafür zehn Millionen Dollar (etwa 8,3 Millionen Euro) für seine Renovierung erhält. Die Arbeiten sollen im Januar 2009 beendet sein.

Das Palais des Grafen Schuwalow liegt im Zentrum St. Petersburgs, direkt an der Fontanka. Es wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Bis heute ist es noch unter seinem Namen aus der Sowjetzeit bekannt, Haus der Freundschaft. Dort waren mehrere Organisationen der internationalen Zusammenarbeit angesiedelt.

Vekselberg, dessen Vermögen auf mehr als sechs Milliarden Dollar geschätzt wird, hatte 2004 für mehr als hundert Millionen Dollar die neun Fabergé-Eier gekauft. Sie wurden seither unter anderem in Moskau und Berlin ausgestellt. Die neun Kleinodien des Hofjuweliers der Zaren, Carl Fabergé, sind mit Rubinen und Smaragden besetzt oder verfügen über ein wertvolles Innenleben wie Goldhennen oder Miniaturkutschen.