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24-09-2004 Sankt Petersburg
Eremitage stellt gestohlenes Rubenswerk aus
Das bei Kriegsende von einem russischen Soldaten in Deutschland gestohlene Gemälde "Tarquinius und Lucretia" von Peter Paul Rubens wird ab Anfang 2005 in der Sankt Petersburger Eremitage ausgestellt. Dies meldet das Kunstmagazin art in seiner Oktoberausgabe, die am 24. September 2004 erscheint. Das Werk stammt aus dem Eigentum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

Noch im vergangenen Jahr war über eine Rückgabe auf höchster Staatsebene verhandelt worden, nachdem der aktuelle Besitzer Wladimir Logwinenko das Gemälde der Stiftung zum Rückkauf angeboten hatte.
bei russland.RU
Rubens Gemälde aus deutscher Samlung in Moskau sichergestellt (29.9.2003)
Während die deutsche Justiz noch ermittelt, hat die russische Staatsanwaltschaft dem Geschäftsmann inzwischen gutgläubigen Erwerb bescheinigt. Die museale Würdigung der Eremitage macht eine Rückkehr nach Deutschland höchst unwahrscheinlich, zumal Kulturstaatsministerin Christina Weiss keine weiteren Schritte plant.

Wie das Kunstmagazin art ebenfalls berichtet, könnte sich in der Eremitage ein weiteres prominentes Rubensgemälde der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten befinden, nämlich das 1945 von den sowjetischen Trophäenbrigaden entwendete Werk "Mars nimmt Abschied von Venus". Dies wurde zuletzt im Herbst 1945 in der Eremitage gesehen. Museumsdirektor Michail Piotrowski bestreitet in art, vom Verbleib des Gemäldes zu wissen.