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05-06-2006 Sankt Petersburg
Rockfestival "Stopp-Raubkopien" statt Rolling Stones
Am 13. Juni geht in Sankt Petersburg das Rockfestival "Stopp-Raubkopie" über die Bühne. Das Internetportal Saint-Petersburg.ru kündigt dazu Weltstars der Popmusik an.
Das Festival ist als Ersatz für das ursprünglich geplante Konzert der Rolling Stones gedacht. Bekanntlich muss die Welttournee der "alten Herren" ausfallen, weil Gitarrist Keith Richards seine Verletzung nicht auskuriert hat.


Das Festival sollte der ursprünglichen Idee nach am Vorabend des Gipfeltreffens der G8 auf einem der größten Plätze der Welt, auf dem historischen Dworzowaja Ploschtschad (Schlossplatz), stattfinden. Die Veranstalter kamen aber der Bitte der Stadtoberen nach, die vorgeschlagen hatten, es auf den Platz vor der Staatlichen Ermitage zu verlegen. Die Erfahrungen mit Konzertveranstaltungen auf dem Schlossplatz hatten gezeigt, dass die Museumsschätze unter der Vibration der Musik und der Lautstärke über 80 Dezibel leiden.

Nun, nachdem die Show der Rolling Stones abgesagt werden musste, weichen die Rockstars in das Kirow-Stadion aus. Über sechs Stunden lang werden Hits zu hören sein, und zwar, wie schon gemeldet worden ist, diesmal sogar zum Nulltarif. "Die Künstler, die bei uns auf der Bühne stehen werden, tun das uneigennützig. Der Kampf gegen Piratentum geht nicht nur uns etwas an", sagte der Chef der Kreml-Event-Agentur, Wladimir Kisseljow.

Auf den Plakaten, die das Wohltätigkeitsprogramm des Rockfestivals "Stopp-Raubkopie" ankündigen, werden Weltstars wie Scorpions, Darren Hayes, The Cardigans, Kosheen, Benny Benassi, The Rasmus, Coolio und Ja Rule annonciert. Vor allem die Jugend, so das Ziel der Veranstaltung, soll für den Schutz von Urheberrechten interessiert werden.

Im vergangenen Jahr, betonte Kisseljow, haben derartige Konzerte bereits in acht europäischen Großstädten stattgefunden. Nach Sankt Petersburg werde auch Moskau sich der Aktion anschließen.

"Die Konzertteilnehmer sind unter dem Gesichtspunkt der Präsenz möglichst vieler Genres ausgewählt worden, damit so viel Zuschauer wie nur denkbar ihre Lieblinge hören können", unterstrich Kisseljow. [ RIA Novosti ]