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01-12-2006 Sankt Petersburg
Britische Architekten bauen "Gazprom-City" in St. Petersburg
Das britische Architektenbüro RMJM hat am Freitag den Zuschlag zum Bau eines umstrittenen Geschäftskomplexes einschließlich 300-Meter-Wolkenkratzer in St. Petersburg bekommen. Bei einem Architekturwettbewerb warfen die Briten mit ihrem Entwurf für die "Gazprom-City" fünf weitere Architektenteams von Weltruhm aus dem Rennen.





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Das 2,4 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) schwere Mega-Projekt ist in Russland heiß umstritten, weil es nach Ansicht von Kritikern das historische Gesamtbild der Stadt mit ihren alten Palästen und Kanälen empfindlich beschädigen würde.

Das Projekt sieht den Bau eines ultramodernen Bürokomplexes des Energie-Riesen Gazprom auf einem 70 Hektar großen Gelände am Ufer der Newa gegenüber dem historischen Smolny-Konvent vor. Dazu gehört ein Fünf-Sterne-Luxushotel und ein Wolkenkratzer als Markenzeichen. Ein örtliches Architektenteam hatte kürzlich in einem offenen Brief gewarnt, ein solcher Turm werde die Harmonie im Stadtbild für immer zerstören. Der Chef des weltberühmten Eremitage-Museums kritisierte das Vorhaben, das Projekt so nahe am Stadtkern zu verwirklichen.

Das 1703 von Zar Peter dem Großen gegründete St. Petersburg hat über die Jahrhunderte eine starke architektonische Einheit gewahrt. Der Bau von Gebäuden mit mehr als 48 Metern Höhe ist in der Innenstadt verboten.