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06-10-2004 Sankt Petersburg
Drei Jubiläen der Rerich-Familie werden in Petersburg begangen
Am heutigen Mittwoch fangen in Sankt Petersburg Veranstaltungen an, die gleich drei Jubiläen im Leben der berühmten Petersburger Familie Rerich (Roerich) gelten: dem 130. Geburtstag von Nikolai Rerich (gestorben 1947), dem 125. Geburtstag seiner Frau Jelena Rerich (gestorben 1955) und dem 100. Geburtstag ihres Sohnes Swjatoslaw Rerich (gestorben 1993).

Wie der Pressedienst der Russischen Nationalbibliothek mitteilte, werden die Veranstaltungen mit einer Buchillustrationsausstellung "Rerichs Reich" in der Nationalbibliothek eröffnet. Ausgestellt werden Buchillustrationen sowie Reproduktionen von Gemälden der namhaften Maler. Darüber hinaus wird ein Mediaprogramm, das der Familie Rerich gewidmet ist, in der Bibliothek vorgestellt.

Ein weiterer Termin wird die 4. Internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz "Rerichs Erbe" sein, die vom 7. bis 9. Oktober in der Sankt Petersburger Staatsuniversität stattfinden wird.

Das Thema der diesjährigen Konferenz lautet: "Schutz der kulturellen Werte: Petersburger Traditionen". Die Teilnehmer werden Rechtsinitiativen in der Kultursphäre erörtern und über Städte berichten, die auf der Route der kunsthistorischen Reise Nikolai Rerichs 1903 bis 1904 lagen.

Wie es in der Informationsabteilung der Universität hieß, steht die Konferenz auf dem Programm der Jubiläumsveranstaltungen des Ministeriums für Kultur und Massenkommunikationen Russlands zum 100. Geburtstag Swjatoslaw Rechichs und zum 100. Geburtstag Nikolai Rerichs.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen der traditionelle Internationale Nikolai-Rerich-Preis verliehen.

Die Petersburger Familie Rerich hat einen gewichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des globalen Kulturerbes geleistet. Ein Resultat des Studiums der Weltkultur durch Nikolai Rerich war der Pakt über den internationalen Schutz der Kulturdenkmäler während der Kriegshandlungen, auf dessen Grundlage 1954 dieHaager Konvention über den Schutz der kulturellen Werte bei bewaffneten Konflikten angenommen wurde. Gemeinsam mit seinem anderen Sohn, dem Indologen Juri Rerich (1902 - 1960) gründete Nikolai Rerich das Institut für Himalaya-Forschungen "Urusvati".

Nikolai Rerichs Ehefrau Jelena nahm an seiner Transhimalaya- und Zentralasien-Expedition teil. 1924 ließ sie sich zusammen mit dem Ehemann in Indien nieder. Auf der Grundlage der geistigen Traditionen Indiens entwickelte sie "Agni-Yoga" bzw. die Lehre von der "lebenden Ethik".

1991 wurde das Internationale Rerich-Zentrum in Moskau eröffnet. (RIA)