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05-06-2008 Sankt Petersburg
Shell: Petersburger Wirtschaftsforum - Dialog der Entscheidungsträger
Das 12. Internationale Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg gewährt der Wirtschaftselite, die wichtige Entscheidungen trifft, die Möglichkeit, direkte Kontakte miteinander aufzunehmen, äußerte der Chef des britisch-niederländischen Energieunternehmens Royal Dutch Shell (RDS), Jeroen van der Veer, in einem Interview.

"Shell ist bereit, in der Partnerschaft mit russischen Unternehmen in einer Form zusammenzuarbeiten, die für die russische Regierung akzeptabel ist", sagte Jeroen van der Veer der RIA Novosti am Vorabend des Forums, das vom 6. bis 8. Juni in der "nördlichen Metropole" Russlands stattfindet.

"Russland ist strategisch wichtig für Shell", betonte der Gesprächspartner der Agentur. "Das betrifft sowohl die Förderung von Energieressourcen als auch deren Verarbeitung und Transport zum Verbraucher, denn Russland verfügt über die größten Vorräte an Energieträgern und über einen sich entwickelnden Markt für Konsum- und Industriewaren sowie -dienstleistungen".

Der RDS-Vorstandsvorsitzende bezeichnete das Sankt Petersburger Wirtschaftsforum als ein wichtiges Ereignis des Jahres in Russland. "Manche nennen es das 'russische Davos', zu dem Offizielle, Politiker und Geschäftsleute zusammenkommen. Ich persönlich nehme schon zum dritten Mal an einem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg teil", äußerte er.

Dem RDS-Chef zufolge stellt das Forum eine einmalige Möglichkeit dar, direkt mit Personen zu verkehren, die die wichtigsten Entscheidungen treffen. Auch er will in Sankt Petersburg mit der russischen Führung und seinen Geschäftspartnern sprechen.

RDS ist einer der größten ausländischen Investoren in die russische Wirtschaft, die von Shell gegründeten Unternehmen und Joint Ventures sind in allen Bereichen der Energiewirtschaft tätig: geologische Erkundung, Erdöl- und Gasförderung sowie deren Transport, Marketing von Schmierstoffen, Chemikalien, Erdölprodukten, Brennstoffen für Kraftfahrzeuge und Industrie, Entwicklung und Betreiben von Einzelhandelsnetzen.

Gemeinsam mit dem russischen Gaskonzern Gazprom sowie mit Mitsui und Mitsubishi Shell setzt der Ölkonzern Royal Dutch Shell das Projekt Sachalin-2 um. Und gemeinsam mit NK Evikhon (eine Tochtergesellschaft von Sibir Energy) erschließt er das Erdölvorkommen Salym im Autonomen Bezirk der Chanten und Mansen. Shell ist auch am Kaspi-Pipeline-Konsortium beteiligt sowie einer der größten Importeure vom russischen Rohöl.

Die Shell-Strategie der zunehmenden Förderung von Energierohstoffen in Russland baut auf der Suche nach Möglichkeiten auf, die Zusammenarbeit mit Gazprom auf Sachalin zum gegenseitigen Vorteil zu entfalten sowie die eigenen Positionen in Westsibirien auf der Grundlage der beim Abbau des Salym-Erdölvorkommens verzeichneten Erfolge zu festigen.

"Im Vorjahr haben wir ein umfassendes Abkommen über die strategische Zusammenarbeit mit Rosneft unterzeichnet", teilte der Gesprächspartner der RIA-Novosti mit. "Vor kurzem haben wir ein Abkommen über strategische Partnerschaft mit Ölkonzern 'Tatneft' geschlossen, das die Ausbeutung der Schwerölvorkommen in Tatarstan vorsieht. Shell hat im Wettbewerb mit mehreren Energiekonzernen dank den hohen Konkurrenzfähigkeiten gewonnen", sagte der Unternehmenschef. RIA Novosti