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10-04-2009 Sankt Petersburg
Zahlen und Fakten aus Russland: Inflation steigt - Attraktivität sinkt


[ Von Markus Müller ] Die Inflation in Sankt Petersburg hat im ersten Quartal 2009 bereits die Hälfte des von der Regierung vorausgesagten Jahreswerts von 13% bis Ende 2009 erreicht. Mit 6.6% (Vorjahr 4.1%) erreicht St. Petersburg eine um 2.5% höhere Rate als im Vorjahr.



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Der russische Warenkorb

Die Gewichtung des russischen statistischen Warenkorbs hat sich in 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht verschoben. Der mittlere Preis lag Ende März bei 2204.10 Rubel ( 49,29 €) und hat sich seit Anfang 2009 um 4,9% verteuert.

Die Verteuerung des Warenkorbs gegenüber der Inflationsrate zeigt die Tendenzen der Krise. Die Breite der Bevölkerung achtet beim Einkauf mehr auf die Preise. Teuere Nahrungsmittelgruppen nehmen weniger platz im Korb ein. Im März wurde im vergleich zu 2008 deutlich mehr für Brot und Teigwaren ausgegeben als für das in Russland relativ teuere Obst und Gemüse.

Die Experten bewerten die Inflation im erwarteten Rahmen

Mit einer Inflation von 6, 6% liegt St. Petersburg dabei deutlich über dem Russischen Durchschnitt von 5.4% (4.8%) und Moskau 5.6% (4,6%) . Experten bewerten den starken Anstieg der Preise im ersten Quartal als normal für Jahreszyklus und halten die Regierungsprognose von bis Jahresende eher als pessimistisch. Kommt jedoch noch eine 2 Welle der Wirtschaftkrise auf das Land zu, so erwarten die Experten einen Anstieg der Inflation auf 15-18%.

Investorenattraktivität - Investitionsstandort “Russland” auf dem letzten Platz für “Emerging Markets”*

Eine gerade veröffentlichte jährliche Studie**, welche unter 154 Private Equity Firmen die Stimmung bezüglich Investitionen Rahmenbedingungen und Beliebtheit von Investition in den jeweiligen Ländern abfragt, zeigt, dass die Erwartungen in Russland am pessimistischsten eingeschätzt werden.

Russland rutschte um 3 Plätze auf den Letzten Platz noch hinter Afrika und den mittleren Osten.

Attraktivität der Investitionen
in den “emerging Markets”*

2009 2008 Veränderung
China 1 1 0
Brasilien 2 4 2
Indien 3 2 -1
Zentral und Ost-Europa plus Türkei 4 3 -1
Lateinamerika (ohne Brasilien) 5 7 2
Afrika (ohne Südafrika) 6 5 -1
Südafrika 7 9 2
Mittlerer Osten 8 8 0
Russland und GUS 9 6

-3

* aufkommende Märkte in Schwellenländern


[ mm / Sankt Petersburger Herold ]
Daten Charts: St. Petersburger Herold
Quellen: Rosstat, Föderaler Dienst für staatliche Statistiken,** Collers Emerging Markets Private Equity Survey 2009