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29-04-2009 Sankt Petersburg
Russisches - Österreichisches Joint Venture eröffnet eines der größten Sägewerke Russland
[ von Markus Müller ] Die österreichische Mayr-Melnhof Holz GmbH betreibt in Europa derzeit fünf große Sägewerke in Österreich, der Schweiz, Tschechien. Mit einer offiziellen Zeremonie wurde am Dienstag das sechste Werk vom Gouverneur des Leningrader Oblast und Josef Dringel Vorstand der MM-Holz aus Österreich per Knopfdruck in Betrieb genommen.



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Mit einem Investitionsvolumen von 80 Millionen Euro ist es das größte Holzverarbeitungswerk im Nordwesten Russlands. Das riesige Sägewerk liegt im Dorf Tschudzi, ca. 300 km östlich von Sankt Petersburg und hat am Dienstag den Betrieb aufgenommen.

Die beiden Partner die österreichischen Mayr-Melnhof Holz GmbH und die Russische LSR Gruppe haben das Gemeinschaftsunternehmen «MM-Efimovsky» seit 2006 aufgebaut. Der Betrieb erstreckt sich über 24 Hektar, hat Bahnanschluss, und ist eine der modernsten Anlagen in der Branche. So wird unter anderem die Energieversorgung autark mit Rinden und Holzresten der Produktion erzeugt.

Die jährliche Leistung der Anlage beträgt 650 Tausend Festmeter Meter Rundholz aus denen 350 tausend Festmeter Produkte erstellt werden. Vom wichtigsten Rohstoff - Fichte - werden 80% aus umliegenden 230.000 Hektar großen Forstgebieten “Boksitorsk” und “Tichwin” geliefert. Insgesamt dürfen dort pro Jahr 460.000 Festmeter Holz geschlagen werden, weiter benötigtes Rundholz, ca. 20% der Produktion wird zugekauft.

Der CEO der Mayr-Melnhof Holz, Joseph Dringel, lobte die Partner “Es ist nicht das erste Sägewerk in Osteuropa, aber das erste Werk in Russland. Dank der Professionalität unserer Partner - eine Gruppe von LSR und dank der Unterstützung der Regierung der Leningrader Region ist es uns gelungen, auch angesichts der Wirtschaftskrise den Betrieb aufzunehmen.”

Der Generaldirektor des Gemeinschaftsunternehmen MM-Efimowski, Christoph Schmidt, sieht gute Möglichkeiten auch den Absatz in Russland zu erhöhen. Er zitiert aus einer eignen Marktuntersuchung, das die Verbraucher mit der Qualität des Bauholz nicht mehr zufrieden sind. Die Experten sehen in strategisch wichtigen Sektoren die Nachfrage nach Produkten der neuen Fabrik. Sowohl im Wohnhaus- und Flachbau, als auch mit Elementen für die Dach, Balken, Holz, und Verschalungen für den Betonbau.

Die größten Abnehmer des Unternehmens sind Bau- und Möbelindustrie. Um die 15 Prozent geht nach Russland, der größte Teil wird ins nördliche und westliche Europa und nach Japan gehen.

Bild: Generaldirektor EM-EFIMOWSKI Christoph Schmidt, Foto von Eugen von Arb

[ Bild: Generaldirektor EM-EFIMOWSKI Christoph Schmidt, Foto von Eugen von Arb / Sankt Petersburger Herold ]

[ mm / Sankt Petersburger Herold ]