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06-06-2009 Sankt Petersburg
Das Schweizer Generalkonsulat in Petersburg hat ein Zuhause gefunden - die Residenz ist eingeweiht


[ Von Eugen von Arb ] Nach drei Jahren besitzt das Schweizer Generalkonsulat in Petersburg endlich eine Residenz. Im Beisein von Botschafter Walter Gyger, Generalkonsul Urs Strausak und Petersburger Prominenz wurde sie feierlich eröffnet.



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Dass die Eidgenossenschaft sich zum Kauf einer Residenz entschlossen habe, Beweise, dass man in der Schweiz an die Zukunft Russlands und St. Petersburgs glaube, sagte der Schweizer Botschafter in Russland Walter Gyger in seiner Einweihungsrede. “Der Kauf einer Wohnung ist immer etwas Besonderes”, meinte er - worauf die meisten der Zuhörer in Gedanken hinzufügten: “Besonders in Russland”.

Drei Jahre - fast die bisherige Amtszeit von Generalkonsul Urs Strausak - brauchte man, um die Liegenschaft an der uliza Blochina 25 auf der Petrograder Seite zu finden und auszubauen. Das ist für russische Verhältnisse nicht einmal viel - angesichts der elefantösen Bürokratie, die eine solches Unternehmen zum Alptraum machen können. Geleitet wurde das Projekt vom Schweizer Architekten Claude Aeberhard.

“Zu hohe Repräsentationsfläche” wurde kritisiert

Auch wenn die Gesamtkosten von 3,5 Millionen Franken, beziehungsweise die “zu hohe Repräsentationsfläche” der Schweizer Residenz, kürzlich in einem Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle kritisiert worden sind, kann man dem Konsulat nur zum gelungenen Abschluss des Unternehmens gratulieren. Wäre nach einer den Standards angemessenen Liegenschaft gesucht worden, hätte man wohl leicht noch ein paar Jahrzehnte damit verbringen können.

Auch die Deutschen suchen eine andere Liegenschaft

Im Prinzip waren die Schweizer schon seit der Eröffnung des Honorarkonsulats 1998 auf der Suche nach einer Bleibe, und sie waren nicht die einzigen mit ihrem Anliegen. Auch die Deutsche Vertretung möchte eigentlich seit langem in eine andere Liegenschaft umziehen, konnte bisher aber keine befriedigende Lösung finden.

Viel Fläche für viel Gäste

Dass die Residenz ein bisschen groß geraten ist, sollte eine Motivation für ihre Bewohner sein, um so öfter Veranstaltungen in den beiden schönen Sälen im unteren Geschoss zu organisieren und die Fläche zu nutzen. Mit Worten hat der Generalkonsul bereits einen Anfang gemacht, in dem er seine Gäste ermunterte mit Ideen an ihn zu gelangen - sie seien stets willkommen. [ eva / Sankt Petersburger Herold ]