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20-01-2010 Sankt Petersburg
Glatzkopf mit vielen frischen Ideen - Zenits Trainer Luciano Spalletti stellt sich den Petersburger Medien vor
An einer Pressekonferenz präsentierte sich Zenits neuer Trainer Luciano Spalletti gestern den russischen Journalisten. Dieses erste Treffen verlief gut – Spalletti schaffte dank seiner Schlagfertigkeit einen guten Einstieg. Der Präsident des Clubs Alexander Djukow stellte ihn als einen ehrgeizigen Trainer vor, der ein guter Stratege sei, dessen Spieler jedoch immer auch sehr unterhaltsamen Fussball gespielt hätten – ausserdem liebe er den Umgang mit jungen Spielern, was dem Club sehr wichtig sei.



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Typisch Italiener: Die Mannschaft ist eine Familie

Als sein “Credo” im Fussballsport beschrieb Spalletti die Einheit des Teams. Die Mannschaft, erklärte er sehr italienisch, müsse wie eine Familie sein. Natürlich versprach er auch, sein Bestes zu geben, um Zenit zu Siegen zu führen, sowohl in der russischen Meisterschaft, wie auch in der Championsleague.

Dreiköpfige Verstärkung aus Italien mitgebracht

Als Verstärkung nahm Spalletti drei weitere Fussballspezialisten nach Petersburg, mit denen er bereits in Italien zusammen gearbeitet hatte: Alberto Bartoli (sportliche Kondition), Marco Dominikini (technische Ausrüstung) und Daniele Baldini (Organisation der Verteidigung). Zum Trainingsstab gehören ausserdem Nikolai Worobew und Michail Birjukow, die bereits unter Dick Advocaat mitgearbeitet hatten, sowie der ehemalige Trainer der russischen Nachwuchsmannschaft, Igor Simutenkow.

Grosser Trainerstab für viele Spieler

Spalletti begründete den grossen Stab damit, dass für die Arbeit mit einer Grosszahl von Spielern entsprechend viel Personal vorhanden sein müsse. Ausserdem sei er es gewohnt, ab und zu beim Training vertreten zu werden, um die Mannschaft als Aussenstehender zu beobachten. Ansonsten gab er sich jedoch bescheiden – er habe keine Ambitionen, Spieler anderer Star-Klubs einzukaufen, sondern sei bereit, mit dem zu arbeiten, was vorhanden sei. Schon heute reist der neue Trainer mit seiner Mannschaft zu einer ersten Bewährungsprobe nach Dubai.

Schlagfertigkeit und Humor

Darauf angesprochen, dass er als “weicher” Trainer gelte, antwortete er gewandt, diese Behauptung stamme wohl vom selben Journalisten, der geschrieben habe, er werde in Petersburg einen Modesalon eröffnen. Er werde immer auf der Seite jener Spieler sein, die im Spiel alles gäben und sich voll in die Einheit des Teams einfügten. Auch Bemerkungen zu seiner Glatze konterte er mit Humor – er wisse schon, dass Petersburg für eine Glatze ein bisschen zu kühl sei, dafür kämen ihm immer frische Ideen in den Sinn.
Bild: www.fc-zenit.ru
[ eva / Sankt Petersburger Herold ]