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19-02-2010 Sankt Petersburg
Opernpremiere in St. Petersburg nach Bombendrohung verschoben
Wegen einer Bombendrohung ist die erste Aufführung der Oper "Die Jüdin" nach 70 Jahren in St. Petersburg verschoben worden. Unbekannte Anrufer hätten damit gedroht, das historische Michailowski-Theater in der Innenstadt in die Luft zu sprengen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.



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Sprengstoffexperten und Spürhunde hätten das Gelände abgesucht. Ob eine Bombe gefunden wurde, sagte er nicht. Die örtliche Agentur Aschur meldete, der Anrufer habe sich als Mitglied der Nationalistischen Partei ausgegeben und das Opernhaus mit antisemitischen Äußerungen verunglimpft.

Die Oper "Die Jüdin" des französischen Komponisten Jacques Fromental Halévy war vor 70 Jahren unter dem sowjetischen Diktator Joseph Stalin verboten worden. Im Rahmen eines russisch-französischen Kulturaustausches sollte sie am Donnerstag erstmals wieder aufgeführt werden. Die Oper erzählt die Romanze zwischen einer Jüdin und einem Christen und gilt als Appell an die religiöse Toleranz. Die Aufführung sollte nach Angaben des Theaters am Freitag nachgeholt werden. [afp/russland.RU]