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08-12-2004 Sankt Petersburg
Belgien liefert den des Mordes an Galina Starowoitowa Verdächtigen nach Russland aus
Das belgische Ministerium für Justiz entschied, den des Mordes an Galina Starowoitowa Verdächtigen Pawel Stechnowski an Russland auszuliefern. Das erfuhr RIA Nowosti am Mittwoch von der Regionalverwaltung des Inlandsgeheimdienstes FSB in St. Petersburg.

"Den Bescheid über die Auslieferung unterschrieb der Justizminister Belgiens. Die Termine der Übergabe werden noch präzisiert", gab die Pressestelle bekannt.

Pawel Stechnowski, der der Vorbereitung und Organisation des Mordes an Galina Starowoitowa verdächtigt wird, wurde im Juli 2004 aufgrund eines internationalen Haftbefehls aus Russland durch die belgischen Rechtsschutzorgane in Haft genommen.

Die Abgeordnete der Staatsduma, Galina Starowoitowa, war am 20. November 1998 im Aufgang ihres Wohnhauses in St. Petersburg umgebracht worden. Bei dem Anschlag wurde ihr Mitarbeiter, Ruslan Linkow, schwer verletzt.

Die Ermittlungen führte die Regionalverwaltung für St. Petersburg das Gebiet Leningrad. In ihrem Verlauf wurden sechs Personen verhaftet. Weitere vier mutmaßliche Mittäter wurden zur Fahndung ausgeschrieben.

Die Untersuchungsunterlagen in bezug auf die sechs Mordverdächtigen im Fall Starowoitowa wurden der städtischen Staatsanwaltschaft am 24. November 2003 übergeben und lagen dem Gericht wenige Tage später vor.

Bei den Gerichtsanhörungen schloss die Staatsanwaltschaft am 5. Oktober 2004 die Beweislieferung ab.

Die nächste Gerichtsverhandlung im Fall Starowoitowa ist auf den 20. Januar 2005 festgesetzt. (RIA)