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25-06-2010 Sankt Petersburg
Russische Eisenbahn steigt in das Expresspostgeschäft ein.


Die Russische Staatsbahn (RZD) monetarisiert eine alte Tradition. Auf den Strecken der Sapsan-Schnellzüge können bald offiziell Dokumente und Geld im Expressdienst transportiert werden.




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Auf der Strecke Moskau – St. Petersburg können diese bald recht günstig und innerhalb von 5h zugestellt werden. Für den Service werden nur die neuen Sapsanzüge eingesetzt. Für die niedrigsten Tarife – ein Brief bis 500g kostet 350 Rubel – müssen die Sendungen am Bahnhof abgegeben und abgeholt werden.

Bis Heute verdienen sich die Schaffner von Fernzügen mit dem Überbringen von Post und Paketen bzw. der Entgegennahme von Geld für diese ein kräftiges Zubrot. Da die Schaffner auf den Fernstrecken in jedem Wagon ein eigenes Abteil belegen ist Platz genug vorhanden.

Diese Methode war bis zur Gründung der modernen Kurierdienste die einzige Möglichkeit, um schneller als mit der offiziellen Post zuzustellen. In der Bevölkerung ist diese Postzustellung bekannt und akzeptiert.

Die Staatsbahn hat diese wichtige Dienstleistung am Menschen obwohl nie gerne gesehen, aber auch nie wirklich unterbunden. So vertrauen bis heute die Bürger ihre eiligen Dokumente, Geldsendungen und Päckchen gerne den Schaffnern an.

Günstg
Ein Brief kostet nach dem neuen Tarifplan

bis 500g - 350 Rubel
bis 1000g - 400 Rubel
pro weitere 500 g – 110 Rubel extra.

Mit der Ankündigung lieferte die RZD auch gleich noch interessante Marktzahlen zum Thema Express-Zustellung in Russland mit. So wächst dieser Markt z.Zt. um 30-40 % pro Jahr an, und die meiste Korrespondenz läuft parallel zu den Schnellbahnlinien – zwischen Moskau und St. Petersburg.
Foto: Eugen von Arb/SPB-Herold
[ mm / Sankt Petersburger Herold ]