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07-10-2010 Sankt Petersburg
Ab Donnerstag wird in St. Petersburg wieder eingeheizt


Die Heizsaison wird spätestens am 7 Oktober für alle St. Petersburger beginnen. Ab Donnerstag werden die städtischen Heizkraftwerke beginnen Heiswasserdampf in das Fernwäremenetz einzuspeisen.




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Der offizielle Beginn der der Heizsaison ist der 1 Oktober, doch bevor die Normalbürger in den Genuss der flächendeckenden Fernwärme kommen, werden die öffentlichen Gebäude, Kindergärten, Schulen, Kliniken und Krankenhäuser versorgt. Laut Verordnung ist der Start der Heizung auch früher möglich, z.B. wenn für die Dauer von 5 Tagen die durchschnittlichen tägliche Lufttemperatur von 8 Grad unterschritten wird, was z.B. 2009 der Fall war.

Die Heizung ist ein höchst politisches Thema. Die Qualität der Stadtoberen, welche ja als einziger Anbieter für die Wärme fast aller Bürger die Verantwortung tragen, wird vor allem an solchen Eckpunkten wie, Schneeräumen, ÖPNV und Heizung gemessen. Kein Wunder das sich die Gouverneurin Valentina Matwijenko bereits persönlich von der Einsatzbereitschaft der Infrastruktur überzeugte.

Trotz Ihrer Aussage das alles zu 100% bereits ist, muss wie jedes Jahr mit gefährlichen Havarien gerechnet werden. Zwar werden den ganzen Sommer die Leitungen repariert und erneuert, dennoch platzen aber immer wieder Rohre unter der Vollaßt und verursachen zum Teil lebensgefährliche “kochende” Seen auf den Strassen und verwüsten Wohnungen und Keller. In manchen kalten Wintern werden kleinere Dampflecks im Keller auch erst nach der Frostperiode repariert, da sonst für Wochen die Heizung im Haus abgestellt wäre. Solche Bauten stehen dann bis im Frühjar unter “Dampf”, die Keller sind unbegehbar und eine fröhlich vereiste Fassade grüsst die Bewohner. Auch in den Häusern, vor allem im alterschwachen Zentrum kommt es immer wieder zu Rohrbrüchen kurz nach der Inbetriebnahme.
[ mm /Sankt Petersburger Herold ]