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07-12-2010 Sankt Petersburg
Neuer Sprengstoff-Anschlag auf Lenin-Denkmal in Puschkin


Gestern Abend kurz vor 23.00 explodierte beim Lenin-Denkmal auf dem Platz bei der Malaja- und Konjuschenaja-Strasse ein Sprengsatz. Die Explosion war von solcher Wucht, dass in der Umgebung sieben Fenster zu Bruch gingen.




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Kurz danach wurde die gesamte Umgebung um das Denkmal von Omon-Sonderpolizei abgesperrt. Augenzeugen berichten, dass die Figur noch steht, jedoch leicht geneigt ist. Außerdem ist der ganze Platz von Trümmern übersät .

Ganz offensichtlich trug das gestrige Attentat die Handschrift von jenem, das am 6. April 2009 auf den Lenin beim Finnländischen Bahnhof in Petersburg verübt worden war. Damals wurde dem bronzenen Revolutionsführer das Hinterteil weggerissen, und die Skulptur wurde zur Reparatur für fast ein Jahr vom Postament genommen. Die Hintergründe wurden bisher nicht aufgeklärt.

Puschkiner Lenin wurde 1941 nach Deutschland geholt

Der Puschkiner Lenin wurde bereits vor vier Jahren beschädigt und daraufhin ersetzt. Seine Figur hat ein besondere Geschichte. An seiner Stelle stand vor der Revolution die Kirche der heilige Jekaterina, die vom Architekten Konstantin Ton gebaut worden war. 1938 sprengte man die Kirche und errichtete an seiner Stelle den Lenin-Platz.

1941 gelang es nicht, die Lenin-Skulptur vor dem Anrücken der Wehrmacht abzutransportieren. Sie wurde von den Deutschen demontiert und zum Einschmelzen nach Deutschland gebracht. Allerdings fand sie die Rote Armee 1945 unversehrt in Leipzig. Sie wurde in der damaligen DDR gelassen – im Gegenzug schenkte man Puschkin eine neue Figur. Bild: Der Lenin vor dem Finnländischen Bahnhof. Foto: Eugen von Arb/ SPB-Herold
[ eva /Sankt Petersburger Herold ]