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14-01-2005 Sankt Petersburg
Köhler freut sich über die Gelegenheit, Petersburg zu besuchen
Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler sagte, er freue sich über die Gelegenheit, Sankt Petersburg zu besuchen. Er reiste oft nach Russland, nun war es an der Zeit, auch Sankt Petersburg aufzusuchen, sagte Köhler während einer Festveranstaltung anlässlich des Abschlusses der "Russisch-Deutschen Kulturbegegnungen 2003-2004".

Er hob besonders hervor, dass diese Begegnungen nicht nur für Künstler durchgeführt wurden. Viel wichtiger sei, dass alle Interessenten die Möglichkeit bekamen, sich die Kultur des anderen Landes zu erschließen.

Wie Köhler weiter sagte, freue er sich über den Abschluss der Restauration der Walcker-Orgel, die mit Hilfe Deutschlands durchgeführt wurde.

Der deutsche Bundespräsident betonte, dass dies die einzig in Sankt Petersburg noch Erhaltene Orgel sei. Er sei stolz darauf, dass diese Orgel von der berühmten deutschen Firma in der Heimatstadt seiner Ehefrau gebaut wurde.

Der Bundespräsident sagte weiterhin, die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland seien heute gut wie nie zuvor. In diesem Zusammenhang lobte er gute Kontakte zwischen den Regierungen beider Länder. Köhler lege nach eigener Aussage großen Wert darauf, sich mit dem russischen Präsidenten kurz nach dem Amtsantritt zu treffen.

Die gute Partnerschaft zwischen Russland und Deutschland sei in ein europäisches und internationales Beziehungsgeflecht eingebunden, meinte er. Deutschland steht Russland bei der Entwicklung seiner Beziehungen mit der Europäischen Union und bei seinem Beitritt zur WTO bei.

Dem Bundespräsidenten zufolge gibt es Gründe dafür, der Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen optimistisch entgegen zu blicken.

Die Deutschen spüren ihre historische Verantwortung und wissen die Vertraulichkeit in den Beziehungen mit Russland zu schätzen, sagte er.

In diesem Jahr wird der 60. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges begangen, sagte Köhler. Sankt Petersburg habe im Krieg schrecklich gelitten, hunderttausende Menschen kamen ums Leben, die meisten von ihnen starben den Hungertod. Um so stärker sind die Gefühle, mit denen wir heute die russisch-deutschen Kulturbegegnungen in einer vertrauensvollen Atmosphäre und mit Hoffnung auf die Zukunft veranstalten können, sagte er. (RIA)