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01-02-2005 Sankt Petersburg
Eremitage präsentiert Porzellanausstellung
In der Staatlichen Eremitage ist die traditionelle Ausstellung "Weihnachtsgabe. Akademie des Porzellans" eröffnet worden, so die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta".

Die Exposition ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projektes der Eremitage und der Lomonossow-Porzellanfabrik. Innerhalb von fünf Monaten (Juni bis Oktober) nahmen mehr als 50 moderne Künstler an der Aktion teil.

Für die Meisten von ihnen war das die erste und einmalige Möglichkeit, in Fabrikwerkstätten zu arbeiten. Eine ähnliche Aktion wurde durch die Fabrik im vorigen Jahrhundert durchgeführt, und die Ergebnisse waren erstaunlich - so entstanden Porzellankunstwerke von Malewitsch, Kandinsky und Petrow-Wodkin.

Jetzt nahmen an der Aktion nicht nur markante Figuren wie Safronow, Zereteli und Schemjakin, sondern auch die Petersburger Mitki teil (die Petersburger bzw. Leningrader Gruppe Mitki akkumulieren in ihrer Kunst Konzeptualismus und Soz-Art).

Der Künstler Michail Schemjakin präsentierte zwei Serien aus Porzellan: das kindlich-rührende Service "Diebische Rattenkinder" und stilvolle Plastiken aus der "musikalischen" Serie "Figuren des Balletts ‚Nussknacker'" nach seiner eigenen Aufführung im Mariinski-Theater.

Der für riesige Monumente bekannte Surab Zereteli hat dem Museum zwei gar nicht monumentale, überraschend feine und zarte musikalische Kompositionen: "Geige" sowie "Harfe und Geige" gebracht.

Der Direktor der Eremitage, Michail Piotrowski, bemerkte: "Die heutige Kunst entwickelt sich, wie jede andere auch, dank den Traditionen, selbst wenn sie diese verneint. Porzellan, ein göttliches Material, fordert eine völlige Auflösung, ein hohes Niveau an technischer Fertigkeit und einen feinen Geschmack. Es ist erfreulich, dass so viele Künstler diese Gabe besitzen." (RIA)