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12-02-2005 Sankt Petersburg
Sommergarten wird ursprüngliches Aussehen wiederhaben
Das endgültige Projekt zur Restaurierung des Sommergartens in Sankt Petersburg soll bis zum 17. Februar abgeschlossen werden. Fachleute aus dem Russischen Museum meinen,

dass die Arbeiten mehr als zehn Jahre und Kosten in Höhe von 700 Millionen Rubel (1 Dollar entspricht 28,08 Rubel) in Anspruch nehmen werden.

Das Projekt sieht die Wiederherstellung einiger Objekte vor, die es dort im 18. Jahrhundert gab, doch auch Bemerkungen der Mitglieder des städtischen Rates zum Kulturerbe werden berücksichtigt werden. Diese Entscheidung wurde laut der Agentur für Businessnachrichten am Donnerstag in einer Sitzung des Rates getroffen.

"Jetzt ist der Sommergarten kaum etwas anderes als eine einfache städtische Grünanlage. Wir würden gerne seine Blütezeit wieder zurückbringen, als er durch Skulpturen, Springbrunnen und Parterres geschmückt war", sagte Nikolai Iwanow, Hauptarchitekt des Projektes zur Restaurierung des Sommergartens.

Der Sommergarten, der laut dem Zaren Peter I. schöner als beim französischen König in Versailles sein sollte, wurde im Herbst 1704 in Petersburg angelegt.

Zu den Zeiten Peters I. gab es im Sommergarten ein Vogelgehege, eine zierliche Laube und ein großes Gewächshaus mit exotischen Blumen. Im Zentrum des Parks war ein gekacheltes Wasserbecken mit einer Grotte in der Mitte, aus der ein Springbrunnen sprudelte.

Im Jahre 1721 wurden drei überdachte Glasgalerien errichtet, durch die die Besucher in den Garten gelangen konnten. An den Kreuzungen der Alleen, von denen jede einen eigenen Namen trug, gab es Springbrunnen und Statuen. In der Mitte des Gartens stand eine Skulptur der Taurischen Venus, die sich jetzt in der Ermitage befindet. (RIA)