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15-03-2005 Sankt Petersburg
Eine Bronzebüste des Nobelpreisträgers Alfjorow zu seinem 75. Geburtstag
Am Dienstag wird Akademiemitglied Schores Alfjorow, Nobelpreisträger, 75 Jahre alt. An disem Tag findet auf dem Gelände der Sankt-Petersburger humanwissenschaftlichen Gewerkschaftsuniversität die feierliche Einweihung einer Bronzebüste des berühmten Physikers statt.

Sie begründet eine künftige Allee von Ehrendoktoren der Hochschule.

An der Zeremonie beteiligten sich Petersburger Wissenschaftler und Kulturschaffende, darunter der Schauspieler Kyrill Lawrow, der Komponist Andrej Petrow, der Wissenschaftler Nikolai Skatow und der Regisseur Boris Ejfman. Sie sind sämtlich Ehrendoktoren der Petersburger Gewerkschaftsuniversität. Schores Alfjorow wohnte der Eröffnung krankheitshalber nicht bei.

Der Schriftsteller Daniil Granin betonte in seiner Ansprache Alfjorows hervorragende Verdienste. "Als Direktor des Instituts für Physik sorgt er wie kein anderer für die Wissenschaft, die das Werk seines ganzen Lebens ist", sagte Granin vor den Versammelten.

Wie im Pressedienst der Gewerkschaftsuniversität mitgeteilt wurde, stammt die Büste vom bekannten Meister Albert Tscharkin, Verdienter Künstler Russlands.

Sie ist die erste der siebzehn Bronzebüsten, die auf Beschluss des Wissenschaftlichen Rates der Gewerkschaftsuniversität gegossen werden. Dadurch will die Hochschle all ihre 17 Doctores honoris causa verewigen. Der Büste von Alfjorow werden in der Allee die Denkmäler des Komponisten Georgi Swiridow und des Wissenschaftlers Dmitri Lichatschow folgen.

Nach einer Information des Pressedienstes hat eine Gruppe von Wissenschaftlern der humanwissenschaftlichen Gewerkschaftsuniversität eine spezielle historisch-kulturologische Untersuchung durchgeführt, die die Möglichkeit klären sollte, Monumente von Zeitgenossen zu errichten. Wie aus dem Gutachten hervorgeht, ist die Tradition, Skulpturen zu Lebzeiten zu errichtet, praktisch der gesamten Geschichte der Weltzivilisation eigen.

Meist wurden Skulpturen von Zeitgenoosen zwecks Verherrlichung von Kaisern und Feldherren, einfach als Kunstwerke oder dazu geschaffen, plastische Porträts von hervorragenden Persönlichkeiten für die Nachkommen festzuhalten. In der UdSSR wurden Bronzebüsten in der Heimat von doppelten Helden der Sowjetunion aufgestellt. In der neuesten Geschichte von Petersburg sei nur eine Skulptur eines Zeitgenossen bekannt und den Zuschauern zugänglich: die Bronzestatue von Alexander Karelin, dreifacher Olympia-Sieger im griechisch-römischen Ringkampf, die auf der Kamenny-Insel stehe, heißt es in der Mitteilung des Pressedienstes. (RIA)