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07-04-2005 Sankt Petersburg
Ausstellung "Russland-Norwegen - Über Jahrhunderte und Grenzen hinweg"
Im Russischen Ethnographischen Museum von Sankt Petersburg wurde am Mittwoch die Ausstellung "Russland-Norwegen. Über Jahrhunderte und Grenzen hinweg" eröffnet.

An der Eröffnung nahmen der russische Außenminister, Sergej Lawrow, und sein norwegischer Kollege, Jan Petersen, teil, so Otto Mamelund, Generalkonsul des Königreichs Norwegen in Sankt Petersburg.

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Aussenminister von Russland zum offiziellen Besuch in Norwegen (2.6.2004)


Nowgoroder archäologische Raritäten werden in Oslo zu sehen sein (27.4.2004)
Die Ausstellung ist dem hundertjährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gewidmet, das 2005 begangen wird. Im Sommer 2004 wurde "Russland-Norwegen" im Norwegischen Volksmuseum in Oslo präsentiert und von ca. 250 000 Menschen besucht.

"Es fällt ideal zusammen, dass die Ausstellung 2005 in der ‚nördlichen Hauptstadt' Russlands stattfindet. Das erste Telegramm, in dem Norwegen als souveräner Staat anerkannt wurde, kam 1905 aus Petersburg, der damaligen russischen Hauptstadt, nach Oslo", bemerkte Otto Mamelund.

"Russland-Norwegen" wird die Entwicklung der tausendjährigen bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Norwegen beleuchten, von den ersten Erwähnungen bis zu den jüngsten Ereignissen unserer Zeit. "Viele Besucher der Ausstellung werden wohl überrascht sein, wie alt, eng und stabil gut die Kontakte zwischen unseren Völkern sind", fügte der Konsul hinzu.

Laut dem Konsul stehen sich die beiden Völker so nah, dass es zeitweise sogar eine russisch-norwegische Sprache gegeben hatte. Sie entstand im 19. Jahrhundert. Der letzte Mensch, der sich an diese Sprache erinnerte und sie verstand, war ein altes Mütterchen in einem Dorf nahe Archangelsk, das Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts verstarb. "Es ist nahezu unbekannt, doch wir hatten tatsächlich eine gemeinsame Mischsprache mit einer vereinfachten Grammatik und einem gemeinsamen Wortschatz", bemerkte Mamelund.

Die Besucher der Ausstellung werden über die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte von Russland und Norwegen informiert, über die Traditionen der beiden Länder sowie über die berühmtesten Persönlichkeiten in der Politik, der Wirtschaft und im Kriegswesen, Wissenschaftler und Kulturschaffende der Vergangenheit und Gegenwart, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Beziehungen der beiden Länder spielten.

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Norge - Russland. Naboer gjennom 1000 år.
2. juni - 31. oktober.
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Norwegen und Rußland arktische Nachbarn
"Russland-Norwegen" ist das größte russisch-norwegische Kulturprojekt. Die Arbeit daran dauerte sechs Jahre. Die Museumssäle werden mehr als 700 Ausstellungsstücke aufnehmen, die aus mehr als 100 russischen und norwegischen Museen sowie aus Privatsammlungen stammen.

In den Vitrinen des Ethnographischen Museums werden slawische und norwegische Schmuckstücke und Waffen, Runensteine und Urkunden aus Birkenrinde sowie Abbildungen des Heiligen Olaf neben altrussischen Ikonen zu bestaunen sein. Die Besucher werden auch Gegenstände sehen können, die mit dem pomorischen Handel und den Saamen, einem alten Volk, das in beiden Ländern beheimatet ist, verbunden sind.

Ausgestellt wird auch der Briefwechsel des dänischen Königs Hakon mit dem letzten russischen Zaren, Nikolaus II.

Ein Abschnitt wird Alexandra Kollontai gewidmet sein, die als bevollmächtigte Vertreterin der UdSSR in Norwegen war. Auch Materialien über Lager für sowjetische Kriegsgefangene werden gezeigt: Holzpuppen und andere selbstgemachte Sachen von Gefangenen, die sie für Brot eintauschten.

"Unsere Aufgabe bestand darin, nicht nur die Beziehungen zwischen unseren großen Bürgern wie der Briefwechsel zwischen Tschaikowski und Grieg, sondern auch zwischen den einfachen Leuten zu zeigen", sagte der Museumsdirektor, Wladimir Grusman.

"Russland-Norwegen. Über Jahrhunderte und Grenzen hinweg" wird voraussichtlich bis Juli 2005 im Russischen Ethnographischen Museum zu sehen sein. (RIA)