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12-04-2005 Sankt Petersburg
Atom-U-Boot K-8 vor 32 Jahren gesunken
Am Dienstag findet in Petersburg die Gedenkfeier für das vor 32 Jahren untergegangene Atom-U-Boot K-8 statt. Wie im Sankt Petersburger Klub für U-Boot-Fahrer mitgeteilt wurde, wird in der maritimen Sankt-Nikolaus-Kirche zu Christi Erscheinung ein Trauergottesdienst für die tödlich verunglückten Mariner abgehalten, bei dem aller ums Leben gekommenen Besatzungsmitglieder namentlich gedacht wird.

Anschließend werden sich in der Offiziersmesse des Klubs die am Leben gebliebenen Besatzungsmitglieder des Atom-U-Bootes K-8 und die Witwen der ums Leben gekommenen Mariner versammeln. Nach einer Entscheidung des Klubrates werden fünf Witwen namentliche Gedenkmedaillen "Der Frau des Seemannes" mit der eingravierten Aufschrift "Für Ihren Glauben, Hoffnung und Liebe" überreicht.

Das Atom-U-Boot sank am 12. April 1970 im Atlantischen Ozean im Ergebnis eines starken Brandes, der zum Verlust des Reserveauftriebs und der Längsstabilität führte. Bei der Tragödie kamen 52 U-Boot-Fahrer ums Leben.

"Das war der erste Verlust unter Atom-U-Booten der Seekriegsflotte der UdSSR", sagte man im Klub.

In der Stadt Ostrownoi, Gebiet Murmansk, wurde im Stützpunkt, von dem das U-Boot zum Gefechtsdienst auslief, ein Denkmal für K-8 errichtet, an dem die Namen aller ums Leben gekommenen U-Boot-Fahrer eingemeißelt sind. Jedes Jahr finden am 12. April, dem Tag des Unterganges des Atom-U-Bootes, in der Nähe des Denkmals die Trauerfeierlichkeiten statt.

Zwei Straßen in der Stadt Ostrownoi wurden nach verunglückten Besatzungsmitgliedern benannt. Eine Straße trägt den Namen des Kommandanten von K-8, Wsewolod Bessonow, und eine andere den Namen des Arztes Alexej Solowej. (RIA)