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03-05-2005 Sankt Petersburg
Ausstellung in Sankt Petersburg zum Gedenken an die sowjetischen Kriegsgefangenen
Eine Ausstellung, gewidmet den sowjetischen Kriegsgefangenen in den faschistischen Konzentrationslagern, die in der Zeit des Zweiten Weltkrieges auf norwegischem Territorium errichtet worden waren, wird am 6. Mai in Sankt Petersburg eröffnet.

Wie die Veranstalter der Ausstellung mitteilten, werden Fotografien und Dokumente gezeigt, die über die Besetzung Norwegens durch die faschistischen Truppen im Jahre 1940 und die ersten sowjetischen Krieggefangenen Zeugnis ablegen. Die Exponate zeugen ebenso von der Hilfe der Norweger für die Kriegsgefangenen. Sie berichten von deren Rückkehr in die Heimat und die Siegesfeier in Norwegen. Informiert wird ferner über die Pflege von Denkmälern und Gedenkstätten für die sowjetischen Kriegsgefangenen.

Unter den Ausstellungsexponaten befinden sich Gegenstände, die die Gefangenen selbst angefertigt haben. „Die Norweger halfen den sowjetischen Kriegsgefangenen um den Preis ihres eigenen Lebens. Sie gruben zu den Konzentrationslagern kleine Kanäle, um durch sie Fische zur Versorgung weiter zu leiten. Sie erkundeten, auf welchen Routen die Kriegsgefangenen zur Arbeit ausrückten, um dort Lebensmittelpakete zu verteilen. Schließlich übermittelten sie Kleidung, Schuhe und Zigaretten in die Lager. Zum Zeichen des Dankes fertigten die Gefangenen Geschenke, die sie den Norwegern zukommen ließen: Zigarettenetuis, Statuetten und andere Dinge. Das alles wird wie Heiligtümer in den norwegischen Familien sorgfältig aufbewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben", erzählte der Gesprächspartner von RIA Nowosti.

Nach verschiedenen Angaben befanden sich in den Jahren des Zweiten Weltkrieges 60 000 bis 80 000 sowjetische Kriegsgefangene in den Konzentrationslagern auf norwegischem Gebiet. Sie wurden beim Bau von Eisenbahnlinien und von deutschen Flugplätzen eingesetzt.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames russisch-norwegisches Projekt. (RIA)