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05-05-2005 Sankt Petersburg
St. Petersburg ist eine der sich schnell entwickelnden Regionen Russlands
Valentina Matwijenko, Gouverneurin der Nördlichen Hauptstadt - so wird St. Petersburg inoffiziell genannt, - verwies bei ihrem Treffen mit Präsident Putin auf eine Verbesserung des Investitionsklimas in der Stadt.

Sie informierte den Staatschef auch darüber, dass das Investitionsrating von St. Petersburg 2004 zweimal erhöht worden war.

"2004 betrug die Zuwachsrate der Wirtschaft mehr als 14 Prozent", erklärte Matwijenko. Sie betonte, dass sich die Zuwachsrate im ersten Quartal dieses Jahres auf 17 Prozent belief. Der Umfang der ausländischen Investitionen erhöhte sich 2004 um 40 Prozent.

Im laufenden Jahr soll in St. Petersburg eine sogar im Vergleich zur Sowjetzeit rekordmäßige Wohnfläche - mehr als zwei Millionen Quadratmeter - ihrer Bestimmung übergeben werden, sagte Matwijenko.

Die Gouverneurin teilte mit, dass in der Stadt bis 2008 drei Millionen Quadratmeter Wohnfläche gebaut werden sollen.

"Wir haben die Verhandlungen mit dem Unternehmen Toyota abgeschlossen und das Memorandum über den Beginn des Baus eines Automontagewerks mit vollem Zyklus unterzeichnet", berichtete Matwijenko. Sie betonte, dass vom Fließband des Werks jährlich bis zu 200 000 Autos rollen sollen.

Heute führt Toyota Verhandlungen mit städtischen Unternehmen über den Lieferumfang. Matwijenko meint, dass das Automontagewerk von Toyota einen guten Effekt für die Wirtschaft der Stadt bringen werde.

In diesem Jahr soll ein neues Werk für elektronische Erzeugnisse in Betrieb genommen werden. Die Behörden der Stadt haben mit der AG Bosch-Siemens ein Abkommen über den Beginn des Baus eines Kühlschrankwerks unterzeichnet, in Vorbereitung befindet sich ein Abkommen mit dem St. Petersburger Unternehmen Elektrosila über den Bau eines neuen Werks, teilte Matwijenko mit.

Im Juni soll eine internationale Ausschreibung um die Bebauung der Insel im historischen Zentrum von St. Petersburg erfolgen, die unter der Bezeichnung "Neuholland" bekannt ist, sagte Matwijenko. Die Gouverneurin verwies darauf, dass das Verteidigungsministerium diese Insel am Jahresende 2004 der Stadt übergeben hatte.

Sie sagte, dass ausländische Investoren heute schon sehr großes Interesse für Neuholland zeigen. "Laut Expertenschätzungen wird der Umfang der Investitionen für die Erschließung der Insel in drei Jahren 300 bis 400 Millionen US-Dollar betragen", berichtete Matwijenko.

"Wir möchten, dass alles auf Wettbewerbsgrundlage erfolgt, heute geschieht alles nur auf Wettbewerbsgrundlage. St. Petersburg ist die erste Stadt, die zur Bereitstellung von Baugrundstücken nur auf Wettbewerbsgrundlage übergegangen ist", betonte Matwijenko.

"Es kommt in erster Linie darauf an, dass kein Bauunternehmen Präferenzen erhält, dass für die städtischen Behörden alle gleich sind", bemerkte Putin. (RIA)