Röhren für Nord Stream 2 geordert

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Die Verantwortlichen für das in der EU umstrittene Pipeline-Projekt Nord Stream 2 unter der Ostsee von Russland bis zur mecklenburgischen Küste drücken aufs Tempo. So wurde die Ausschreibung für die Lieferung der 2.500 Kilometer Röhren inzwischen abgeschlossen. Vom Lieferumfang erhält die deutsche Europipe in Mülheim an der Ruhr 40 Prozent, das russische Unternehmen OMK 33 Prozent und die ebenfalls russische Tscheljabinsker Röhrenwalzfabrik 27 Prozent.

Die Gasröhren werden auf einen Einkaufswert von rund 2,2 Mrd US-Dollar geschätzt. Der Gesamtwert des Projekts beträgt nach Angaben von Gazprom-Chef Alexej Miller rund 8 Mrd Euro.

Nord Stream: Verdoppelung bis 2019

Mit Nord Stream 2 soll die Kapazität der bestehenden, auf 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr ausgelegten Pipeline Nord Stream auf 110 Milliarden Kubikmeter verdoppelt werden. Nord Stream arbeitet seit 2011. Das Anschlussprojekt, das 2019 in Betrieb gehen soll, wird von einem Konsortium aus Gazprom (50 Prozent) und Wintershall, E.On, Engie, OMV und Shell (je 10 Prozent) getragen.

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