Rund tausend US-Soldaten nehmen derzeit an einem multinationalen Manöver in Georgien teil. Wie das Kommando der US-Streitkräfte in Europa (Eucom) am Mittwoch mitteilte, finden die Übungen unter dem Namen "Schneller Gegenschlag" auf dem Stützpunkt Wasiani, rund hundert Kilometer von der russischen Grenze, statt.
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An dem Manöver sind neben den US-Truppen und georgischen Soldaten auch Einheiten aus Aserbaidschan, Armenien und der Ukraine beteiligt. Ziel der Manöver sei es, Verständnis und Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften der USA und deren Verbündeten zu fördern, hieß es in der Mitteilung des in Stuttgart ansässigen Kommandos.
US-Außenministerin Condoleezza Rice traf am Mittwoch vor dem Hintergrund starker Spannungen zwischen Georgien und Russland in Tbilissi ein.
Beide Ländern streiten sich um die abtrünnigen georgischen Republiken Abchasien und Südossetien, die von Russland massiv unterstützt werden. In den vergangenen Wochen kam es dort regelmäßig zu gewalttätigen Zwischenfällen. Die USA warnten Russland bei der Ankunft von Rice in Tbilissi vor einer "Katastrophe", wenn Moskau nicht unterlasse, Druck auf Georgien auszuüben. Georgien strebt die Mitgliedschaft im nordatlantischen Bündnis NATO an.
Rice in Geordien
Diverse Aspekte "der friedlichen Konfliktregelung in Abchasien und Südossetien im Rahmen der international anerkannten Grenzen Georgiens" und die Perspektiven der NATO-Mitgliedschaft Georgiens werden auf der Tagesordnung der Verhandlungen der US-Außenministerin Condoleezza Rice mit der georgischen Führung stehen.
Ein Sprecher der US-Botschaft teilte seinerseits mit, dass Rice Mittwoch mit Präsident Michail Saakaschwili inoffiziell zusammentraf. Ihre offiziellen Verhandlungen seien für den 10. Juli geplant.
Außerdem stehen der Chefdiplomatin mehrere Treffen mit Vertretern der Oppositionskräfte sowie mit der Ex-Parlamentschefin Nino Burdschanadse bevor, ergänzte der Sprecher.
Saakaschwili hatte am 8. Juli den Tbilissi-Besuch von Rice als Unterstützung des demokratischen Kurses Georgiens seitens der USA bezeichnet. "Diese Visite hat eine ernsthafte außenpolitische Bedeutung und zeugt davon, dass die Entwicklung Georgiens aktiv gefördert wird", so der georgische Staatschef. Seiner Meinung nach habe der Besuch neben den politischen Aspekten auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Wie er weiter ausführte, sei dies ein zusätzlicher Impuls für die Mobilisierung neuer Auslandsinvestitionen nach Georgien.
Wie der Vizeberater der US-Außenministerin Matthew Bryza am Vortage erklärt hatte, werde die Gewährung des Aktionsplans für die NATO-Mitgliedschaft an Georgien im Vordergrund der bevorstehenden Verhandlungen von Rice in Tbilissi.
Die gegenwärtige Visite der US-Außenministerin in Tbilissi ist bereits die zweite. Im Mai 2006 hatte sie im Rahmen des Besuchs des US-Präsidenten George Bush in Georgien geweilt.
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