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14-03-2013 Politik
Putin empfängt Abbas, der zu seinem ersten offiziellen Besuch als Präsident des Staates Palästina in Russland ist


Moskau – In Russland schätzt man die freundschaftlichen Beziehungen zu Palästina hoch ein, besondere Rolle spielt hier ein intensiver Dialog auf höchster Ebene. Das teilte am Donnerstag der Pressedienst des Kremls in Bezug auf den offiziellen Besuch des Präsidenten des Staates Palästina Mahmud Abbas in Moskau mit.


Die Visite, die bis zum 16. März 2013 dauern wird, erfolgt auf Einladung des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Das vorhergehende Treffen der Spitzenpolitiker fand am 26. Juni 2012 im Rahmen eines Arbeitsbesuchs von Putin in Betlehem statt, wo ein Russisches Wissenschafts- und Kulturzentrum feierlich eröffnet wurde.

"Das ist die erste Visite von Abbas in Russland als Präsident des Staates Palästina", betonte man beim Pressedienst des russischen Staatsoberhauptes. Nach der Aufnahme Palästinas als Beobachterstaat in die UNO am 29. November des vorigen Jahres hatte Abbas verordnet, in alle offiziellen Dokumente die neue Benennung der Palästinensischen Autonomiebehörde – der Staat Palästina – einzutragen. Außerdem wurde auch das Amt des PLO-Chefs geändert. Jetzt ist er Präsident des Staates Palästina.

Putin rechnet damit, dass sich die Situation um die Beilegung des Konflikts zwischen Palästina und Israel positiv entwickeln wird. "Wir werden unser Bestes tun, um dieses Ziel zu erreichen", erklärte er bei seinem Treffen mit Präsident Mahmud Abbas.

Auch Präsident Abbas rechnet bereits im laufenden Jahr mit dem Fortschritt bei der Regelung mit Israel. "Wir hoffen darauf, dass in diesem Jahr die Direktverhandlungen mit Israel beginnen werden, obwohl die Hoffnungen darauf auch nicht sehr groß sind, wir hoffen aber darauf, dass die politische Regelung auf der Grundlage des Prinzips der Schaffung von zwei Staaten erreicht werden wird."

Putin gratulierte Palästina zur Erlangung des UN-Beobachterstatus. Abbas bedankte sich bei Russland "für die Unterstützung der palästinensischen Einstellung in der UNO nicht nur während der Abstimmung, sondern auch während der Arbeit mit anderen UN-Mitgliedern. … Wir halten dies für eine wichtige Initiative, und wir werden alles Mögliche tun, um auf dieser Grundlage weiterzukommen und neue Ziele zu erreichen".

Abbas bedankte sich auch bei Putin für die Einladung, Moskau zu besuchen. Im Hinblick auf die Tatsache, dass es in Moskau zurzeit schneit, erinnerte er an die Worte des ehemaligen Palästinenserchefs Jassir Arafat, der zu sagen pflegte, "der Schnee in Moskau ist immer warm, weil wir die Wärme ihrer Herzen spüren".

[russland.RU]
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