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Flattr this 03-03-2008 Special Wahlen
Großbritannien - Russland: Vorsichtige Hoffnung auf Tauwetter unter Präsident Medwedew
Britische Medien äußern am heutigen Montag ihre vorsichtige Hoffnung darauf, dass es dem am 2. März gewählten russischen Präsidenten Dmitri Medwedew gelingen wird, die Krise in den russisch-britischen Beziehungen zu überwinden.




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Die aktuellsten Probleme in den bilateralen Beziehungen bestehen gegenwärtig in der Schließung der regionalen British-Council-Büros in Russland und in der Weigerung der russischen Behörden, den russischen Staatsbürger Andrej Lugowoi auszuliefern, der von der britischen Seite beschuldigt wird, Ex-Geheimdienstoffizier Alexander Litwinenko in London getötet zu haben.

Wie die "Guardian" schreibt, habe der britische Premier Gordon Brown daran gezweifelt, ob er Medwedew zum Wahlsieg gratulieren soll. Der ehemalige außenpolitische Berater des Labour-Kabinetts, David Clark, riet Brown, bei seinem Telefonat mit Medwedew maximal umsichtig zu sein und nicht den falschen Eindruck entstehen zu lassen, Großbritannien nehme seine Vorwürfe an Russland zurück.

Alle Medien verweisen zugleich darauf, dass Dmitri Medwedew zu einer neuen Politiker-Generation gehört: Er ist jung und steht in keiner Beziehung zu den Geheimdiensten. "Der 42-jährige Medwedew wird zum jüngsten russischen Staatschef seit Zar Nikolaus II. und zum ersten Präsidenten, der nicht auf der Treppe der Kommunistischen Partei bzw. des KGB aufgestiegen ist", stellt die "Times" fest.

Laut dem "Times"-Kommentators wäre Medwedew in der Lage, ein "neues Gesicht" Russlands zu zeigen - das Gesicht eines Liberalen, der "die Interessen der Mittelschicht vertritt, mit der jungen Unternehmer-Generation eine gemeinsame Sprache spricht und gegenüber seiner Umgebung offener steht." "Nach einem derart komplizierten Jahr könnte nun die Einstellung Moskaus zur Außenwelt milder werden", schreibt das Blatt.

Zugleich stellt die "Times" fest, dass Medwedew vorerst über kein reales politisches Gewicht verfüge. "Er hat alles Herrn Putin zu verdanken, einem Staatschef, der sich von ihm in puncto Temperament, Background und Ideologie stark unterscheidet", so die Zeitung.

"Viele Bürger Russlands stellen sich nun die Frage, ob Herr Medwedew oder Herr Putin, der nun Premier werden soll, zur stärksten Figur in Russland wird", betont die "Financial Times". "Zugleich äußern sie ihre Zweifel daran, dass es dieser Figur gelingt, die Versprechungen zu erfüllen - unter anderem die Macht des Gesetzes und die Freiheiten wiederherzustellen, die in der Putin-Zeit zerstört wurden", fügt die Zeitung hinzu. RIA Novosti


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