Russland nach der Wahl: Sarkozy gratuliert Medwedew zum Wahlsieg
Nach der gestrigen
Präsidentenwahl in Russland hat der französische Präsident
Nicolas Sarkozy dem Kreml-Kandidaten Dmitri Medwedew zum
Wahlsieg gratuliert, hieß es aus dem Amt von Medwedew, der
bislang Russlands Erster Vizepremier ist. In einem
Telefongespräch mit Medwedew habe Sarkozy ihn zu einem Besuch
nach Frankreich eingeladen, hieß es.
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Außerdem sprach der französische Präsident die Hoffnung
auf weitere strategische Partnerschaft zwischen beiden Staaten
aus. Das Gespräch fand auf Wunsch der französischen Seite statt.
Der französische Außenminister Bernard Kouchner hat die EU aufgerufen, mit dem Sieger der russischen Präsidentenwahl Dmitri Medwedew "eine gemeinsame Sprache zu finden".
Wie der französische Außenminister in einem Interview mit dem Radiosender "France Inter" sagte, hat die EU bislang "nicht den richtigen Zugang zu Russland gefunden".
"Ein Teil unserer Zukunft, darunter der Energiebereich, liegt in Russland. Es ist notwendig, dass Russland den Platz innehat, der ihm zusteht", betonte Kouchner.
In Bezug auf die Präsidentenwahl vom 2. März äußerte er, sie sei auf "typisch russische Art" verlaufen und der Sieger habe bereits im Vorfeld festgestanden.
"Auch wenn es bei diesen Wahlen keine echte Konkurrenz gab, besteht kein Zweifel daran, das Russland für sein Wohlergehen gestimmt hat. Seit dem Jahr 2000 ist der Durchschnittslohn im Land um das Drei- bis Vierfache gestiegen", so der Minister.
Zudem rief er Russland auf, die Menschenrechte zu wahren.
Die Präsidentenwahl in Russland hatte am Sonntag
stattgefunden. Nach der Auszählung von 99,5 Prozent der
Stimmzettel steht Dmitri Medwedew, Kandidat der Kreml-Partei
"Geeintes Russland", mit 70,23 Prozent der Stimmen als klarer
Sieger fest. RIA Novosti