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Flattr this 04-03-2008 Special Wahlen
Japanische Politologen hoffen auf bessere Beziehungen zu Russland nach Machtwechsel im Kreml
Japanische Experten haben ihre Hoffnung auf eine Verbesserung der russisch-japanischen Beziehungen nach dem Wechsel an der russischen Machtspitze geäußert.




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„Mit einer Lösung der Probleme in den russisch-japanischen Beziehungen kann man in nächster Zukunft zwar kaum rechnen, andererseits werden die sich anbahnenden wirtschaftlichen Differenzen mit China Russland zwangsläufig zu einer stärkeren Annäherung mit Japan führen“, äußerte Shigeki Hakamada, namhafter Russland-Experte und Professor an der Universität Aoyama Gakuin.

Eine ähnliche Meinung äußerte Kenro Nagoshi, Leiter der Außenpolitischen Abteilung der Nachrichtenagentur Jiji Press, in einem RIA-Novosti-Gespräch. „Asien ist heute für Russland überaus wichtig“, betonte er. „Unter den asiatischen Ländern hat Japan am meisten von dem zu bieten, was Russland braucht.“

„Die Beziehungen werden sich höchstwahrscheinlich verbessern, wovon bereits die Absicht des Premiers Yashuo Fukuda zeugt, Moskau im Mai zu besuchen.“

Laut Nagoshi ist mit Fortschritten beim territorialen Problem zwar kaum zu rechnen, „die Wirtschaftsbeziehungen werden aber zweifellos eine weitere Entwicklung erfahren“.

Zugleich äußerten sich die Experten skeptisch zum geplanten Machttandem Medwedew-Putin. „Dies entspricht nicht gerade der russischen Mentalität, die nur ein Oberhaupt anerkennt - einen Zar, einen Führer, einen Generalsekretär oder einen Präsidenten“, so Professor Hakamada. Die jüngsten Äußerungen verschiedener Amtspersonen und die bisherige Arbeitsbiographie Medwedews zeugen davon, dass die russischen „Silowiki“ nicht gerade bereit sind, sich Medwedew zu fügen. „Deshalb wird Medwedew auf Putin hören und seinen Anweisungen folgen.“

Insofern „wird Putins Kurs eine Zeit lang fortgesetzt, weil er weiterhin die Hebel des Einflusses auf die bewaffneten Strukturen in der Hand hat“. „Solange Medwedew die Situation mit der Unterordnung des Verteidigungsministeriums, des Sicherheitsdienstes FSB, des Innenministeriums sowie der Zoll- und der Steuerorgane nicht geregelt hat, wird er kein echter Präsident“, fügte der Professor hinzu. „Insofern wird er Putin im Schlepptau folgen müssen. Wäre Sergej Iwanow zu Putins Nachfolger gewählt worden, wäre diese Notwendigkeit nicht so akut gewesen. Er wäre dann ein echter unabhängiger Präsident.“

Auch Nagoshi äußerte die Auffassung, dass Putin Russland wie ein „Rücksitzfahrer“ regieren würde. „Dmitri Medwedew ist zwar ein versierter Technokrat, er hat aber keine politischen Erfahrungen und keinen Einfluss auf die bewaffneten Strukturen Russlands, insofern wird er es nicht leicht haben.“ RIA Novosti


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