„Russland wollte die ukrainische Elite kaufen“

Runder Tisch zur Ukraine, von links Wladimir Olejnik, Nikolai Asarow, Larissa Schessler und Igor Markow. Bild U. HeydenRunder Tisch zur Ukraine, von links Wladimir Olejnik, Nikolai Asarow, Larissa Schessler und Igor Markow. Bild U. Heyden
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[Ulrich Heyden] An einem „Runden Tisch“ in Moskau diskutierten Oppositionelle aus der Ukraine über einen Weg aus der Krise in ihrer Heimat

Nikolai Asarow gehört seit zwanzig Jahren zur politischen Elite der Ukraine. Bis zum 28. Januar 2014 war er Ministerpräsident der Ukraine. Am Donnerstag stellte er an einem „Runden Tisch“ (Video der Veranstaltung) im Verlagshaus der „Komsomolskaja Prawda“ in Moskau seine Pläne für eine Rückkehr in die Ukraine vor.

Im August letzten Jahres hatte Asarow das „Komitee zur Rettung der Ukraine“ gegründet. Mitgründer waren die ehemaligen Abgeordneten der Werchowna Rada, Wladimir Olejnik und Igor Markow, sowie der Journalist Juri Kot.

„Manche meinen ja, die Ukraine sei in einem normalen Zustand“, so der Ex-Premier am Donnerstag. Aber bei Renten von 40 Euro im Monat und einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 150 Euro könne von „normal“ keine Rede sein. In der Ukraine herrschten Zustände „schlimmer als in Somalia“.

Kaufkraft hat sich halbiert

Wirtschaftlich sei die Ukraine in die 1990er Jahre zurückgefallen. Das Bruttoinlandsprodukt sei nach offiziellen Angaben um 17 Prozent, nach inoffiziellen Angaben um 30 Prozent auf 70 Milliarden Dollar gefallen. Die Inflation sei in zwei Jahren um 100 Prozent gestiegen. Die Kaufkraft der Bevölkerung und der Export hätten sich seit dem Staatsstreich halbiert.

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