Russlands Wissenschaftler sind in der Antarktis aktiv

Meteoritenexpedition_Foto_Urals Federal University press serviceMeteoritenexpedition_Foto_Urals Federal University press service
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Die Mitglieder der ersten russischen Meteoritenexpedition sind aus der Antarktis zurückgekehrt.

Über 300 Gesteinsproben haben sie in Queen Maud Land, etwa 100 km von der russischen Antarktisstation Novolazarevskaya entfernt, zwischen dem 20. Dezember und 10. Januar eingesammelt, zwei davon erwiesen sich als Meteoritengestein. Sie werden jetzt an der Universität Jekaterinburg  untersucht und man erhofft sich mehr über den Ursprung des Universums und die Zukunft des Planeten Erde zu erfahren.

Starker Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 30 m pro Sekunde schien zuerst das Projekt zu gefährden. Es stellte sich dann jedoch heraus, dass das Gegenteil der Fall war: Der Wind hatte den Schnee vom Eis geblasen, was das Vorwärtskommen erleichterte.

Andere russische Wissenschaftler planen etwa im Jahr 2020 Mikroorganismen – Bakterien, andere Protozoen wie Infusorien und Amöben –, die etwa 30 Millionen Jahre im ewigen Eis der Arktis und Antarktis gelegen haben, mit einem Satelliten in den Orbit zu bringen, um zu sehen, ob Mikroorganismen der Erde auch in einem extrem feindlichen Umfeld, wie zum Beispiel dem Mars, überleben können. Die Proben sollen in etwa 1000 km über der Erde – zweimal weiter als die ISS – 30 Tage lang kreisen.

Bakterien sind die ersten „Bewohner“ der Erde, sie sind zum ersten Mal vor 3,5 bis 3,9 Milliarden Jahren aufgetreten.

Diese Erkenntnisse sind auch wichtig für eine eventuelle Landung der Menschen auf dem Mars, denn zwangsläufig werden bei einer bemannten Landung auch Mikroorganismen der Erde auf dem Mars landen. Von dem was dann geschieht, will man schon eine ungefähre Vorstellung haben.
(Hanns-Martin Wietek/russland.ru)