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27-09-2004 Sachalin
Das belgische Schiff "Christoph Kolumbus" sitzt noch immer auf einer Sandbank am Ufer Sachalins fest
Der Uferstreifen der Hafenstadt Cholm an der westlichen Küste Sachalins ist praktisch vollends von den Ölverschmutzungen des gestrandeten belgischen Schiffes "Christoph Kolumbus" gesäubert worden, teilte am Montag der Operativstab zur Überwindung von Notstandssituationen mit.

Infolge des Strandens während eines Sturmes am 8. September flossen aus dem beschädigten Tanker etwa 200 Tonnen Masut und Dieseltreibstoff aus. Die Botschaft Belgiens in Moskau behauptet unterdessen auch weiterhin, dass viel weniger Masut ausgeflossen ist: etwas mehr als 70 Tonnen.

Der Uferstrich war auf einer Länge von sechs Kilometern mit Erdölflecken verschmutzt. Und obwohl die Notstandssituation nicht in die Kategorie einer ökologischen Katastrophe eingeordnet wird, so sind der russischen Seite noch vorläufigen Schätzungen doch Schäden in Höhe von mehr als 57 Milliarden Rubel (29,22 Rubel sind etwa 1 US-Dollar) entstanden, ließ der Gesprächspartner von RIA Nowosti wissen.

Am Montag werden die Arbeiten zum Absaugen der Treibstoffreste aus dem Schiff und aus den verunreinigten Gewässern fortgesetzt.Bisher nahmen die Treibstofftanks am Ufer mehr als 200 Tonnen Masut und verunreinigtes Meereswasser auf.

Inzwischen werden auf der "Christoph Kolumbus" Dieseltreibstoff und Öle in umbeschädigte Tanks umgefüllt. Die Spezialisten des Havarie- und Rettungsdienstes von Sachalin demontieren schwere Ausrüstungen und laden sie auf eine Barke um, teilte der Gesprächspartner von RIA Nowosti mit. Um die "Chrisroph Kolumbus"von der steinigen Sandbank, welche sich nur in einer Entfernung von 30 - 50 Meter vom Ufer befindet, zu befreien, muss das Schiff maximal entladen werden. (RIA)