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25-10-2004 Sachalin
Gebiet Sachalin bei Mobilisierung ausländischer Investitionen im Fernen Osten Russlands beispielgebend
Das Gebiet Sachalin ist dank der Erschließung von Öl- und Gasressourcen des dortigen Schelfs zum Spitzenreiter bei der Mobilisierung ausländischer Investitionen im Fernen Osten Russlands geworden.

Das teilte Konstantin Pulikowski, bevollmächtigter Präsidentenbeauftragter im Föderationsbezirk Fernost, am Montag in einer Sitzung der interbehördlichen Kommission für die Sicherheit im Wirtschaftsbereich mit.

Während die Möglichkeiten zur Nutzung einheimischen Kapitals gering sind, nehmen die Aktivitäten ausländischer Investoren zu; in diesem Jahr werden sich diese Investitionen auf mehr als 2,5 Milliarden Dollar belaufen, erfuhr RIA Nowosti im Pressedienst des bevollmächtigten Präsidentenbeauftragten im Fernen Osten. 95 Prozent davon entfallen auf das Gebiet Sachalin.

Dabei ziehen die Investoren die Gründung von Unternehmen mit einem 100 Prozent Auslandskapital vor. In den zurückliegenden drei Jahren hat sich die Zahl solcher Unternehmen im Fernen Osten Russlands verdoppelt. Die größten Investoren waren China (40 Prozent), die Republik Korea (elf Prozent) und Japan (zehn Prozent).

Der Gesamtumfang der im Föderationsbezirk akkumulierten ausländischen Investitionen beträgt neun Milliarden Dollar.

Ausgehend von den Ergebnissen der Sitzung der interbehördlichen Kommission wandte sich Konstantin Pulikowski an die Staatsduma (Russlands Parlamentsunterhaus) und an Russlands Regierung mit der Bitte, die Annahme der Gesetze "Über die freien Wirtschaftszonen" und "Über die Zusammenarbeit in den Grenzregionen" zu beschleunigen.

Darüber hinaus schlug Pulikowski der Regierung vor, Möglichkeiten für eine Wiederaufnahme der Praxis der Mobilisierung großer ausländischer Staatsinvestitionen in die Erschließung von Bodenschätzen auf Kompensationsbasis zu prüfen, hieß es im Pressedienst des Bevollmächtigten Präsidentenbeauftragten Russlands. (RIA)