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01-11-2004 Sachalin
Gestrandetes belgisches Schiff wird wieder freigemacht
Am Montag begann auf Sachalin eine Aktion, um das gestrandete belgische Tankschiff „Cristoforo Colombo" wieder freizumachen. Momentan werden die Schiffe, welche die „Cristoforo Colombo" wieder ins Meer ziehen sollen, in Stellung gebracht, erfuhr RIA Nowosti aus dem Aufsichtsdienst des Hafens Cholmsk.

Im Raum des gestrandeten Tankers befinden sich zur Zeit insgesamt fünf Schiffe, unter anderem ein Spezialschiff der Rettungs- und Bergungsverwaltung „Rubin".

Das belgische Tankschiff war am 8. September vom tropischen Taifun "Songda" auf eine 50 Meter von der Küste entfernte Sandbank geschleudert worden. Dabei wurden zwei Öltanks beschädigt. Um die „Cristoforo Colombo" wieder ins Meer zu ziehen, sollen rund um das Schiff Dämme aufgeschüttet und somit eine Art Dock errichtet werden. Danach soll die „Cristoforo Colombo" durch einen ausgegrabenen Kanal wieder in tieferes Wasser geführt werden.

Das belgische Schiff war von einer europäischen Firma zur Errichtung einer Seepipeline im Rahmen des Projektes Sachalin-2 im Nordosten von Sachalin gechartert worden.

Am 8. September lief das Schiff aus ungeklärten Gründen nicht in die hohe See, um dort Schutz vor dem Taifun Songda zu suchen, und wurde auf eine Sandbank zwischen dem Handelshafen Cholmsk und dem Westlichen Seehafen Sachalin geschleudert.

Aus den beschädigten Tanks liefen rund 200 Tonnen Masut und Dieselkraftstoff ins Meer und an die Küste aus. Die für den Naturschutz zuständige Staatsanwaltschaft Sachalin leitete ein Strafverfahren wegen Meeresverunreinigung ein. Der Kapitän des verunglückten Schiffes, Nicolas Verbraeken, befindet sich auf Sachalin. Für ihn wurde eine Kaution von umgerechnet 100 000 US-Dollar eingezahlt.(RIA-Nowosti-Korrespondent Pjotr Zyrendorschijew)